Praxis & Betrieb

Als Leistungserbringer:in behandeln Sie nicht nur Patient:innen, Sie sind gleichzeitig selbstständige:r Unternehmer:in und führen eine Praxis oder ein Unternhemen. Hier stellen wir Ihnen hilfreiche Tipps und Hinweise für eine erfolgreiche Praxisführung und Praxisorganisation zusammen. 

Gesund bleiben im Praxisalltag

Therapeut:innen stärken täglich die Gesundheit ihrer Klient:innen – doch wie steht es um ihre eigene? Der Praxisalltag in der Ergo- und Physiotherapie ist körperlich und emotional fordernd. Gesundheitsförderung in der eigenen Praxis ist daher eine notwendige Investition in die Zukunftsfähigkeit. Der folgende Beitrag zeigt, wie Führungskräfte für mehr Gesundheit im Team sorgen können.

Therapeut:innen in der Ergo- und Physiotherapie sind täglich hohen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Diese Beanspruchungen äußern sich häufig in Form von Rückenschmerzen, Erschöpfungssymptomen und Burnout, was nicht selten zu einer erhöhten Fluktuation im Berufsfeld führt. 

Der Fehlzeitenreport des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) liefert hierzu aktuelle Zahlen: Muskel- und Skeletterkrankungen verursachten 19,5 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage, psychische Erkrankungen 11,9 Prozent. Besonders betroffen ist das Gesundheits- und Sozialwesen, das mit 29,7 Fehltagen pro 100 AOK-Mitgliedern deutlich über dem Durchschnitt liegt. Zudem weist eine Studie der Deutschen Rentenversicherung darauf hin, dass psychosomatische Erkrankungen unter medizinisch-therapeutischem Personal seit Jahren zunehmen. Diese Daten unterstreichen die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen zur Gesundheitsförderung innerhalb von Praxisteams. Die Implementierung solcher Maßnahmen kann nicht nur die genannten Risiken minimieren, sie kann auch die Motivation der Mitarbeitenden steigern, den Teamzusammenhalt stärken und die Attraktivität als Arbeitgeber* in erhöhen. 

Salutogenese und betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) 

Die geschilderten Zahlen und Entwicklungen aus aktuellen Studien belegen eindrücklich, dass physische und psychische Belastungen im therapeutischen Berufsalltag kein individuelles Problem, sondern ein strukturelles Risiko sind. Gerade weil Ergo- und Physiotherapiepraxen oft mit knappen personellen und zeitlichen Ressourcen arbeiten, ist es umso wichtiger, nachhaltige und systematische Ansätze zur Gesundheitsförderung in der eigenen Praxis zu verankern.

Zwei theoretische Modelle können dabei eine hilfreiche Orientierung bieten: das Salutogenese-Modell von Aaron Antonovsky und das Konzept des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). 

Die Integration in den Praxisalltag kann auf vielfältige Weise gelingen und muss weder teuer noch zeitaufwendig sein. Der Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbands bietet eine praxisorientierte Grundlage zur Umsetzung solcher Maßnahmen, wobei vier zentrale Handlungsfelder im Fokus stehen: Bewegungsförderung, gesunde Ernährung, Stressbewältigung und psychosoziale Gesundheit sowie Suchtprävention. Für Praxisteams lohnt sich dabei ein ganzheitlicher Blick: Ergänzt durch Aspekte der Arbeitsorganisation, Ergonomie und Teamkultur entstehen nachhaltige, gesundheitsförderliche Strukturen. 

Was sich genau hinter den Modellen der Salutogenes und BGM verbirgt, weitere Praxisbeispiele, wie Sie ganz aktiv im Praxisalltag für Entlastung sorgen können, und praktische Reflexionsimpulse für Führungskräfte lesen Sie auf thieme-connect.de.
 

Blankoverordnung in Optica Viva

Einfach zusammenarbeiten mit Optica Viva

Ob Aufgabenverwaltung oder zentral abgelegte Patienteninformationen: Optica Viva unterstützt die einfache Zusammenarbeit von Praxisteams an vielen Stellen - auch standortübergreifend und vom Hausbesuch aus. Der Kalender synchronisiert in Echtzeit und zeigt, wer aus dem Team gerade welchen Termin hat und klärt über den Ressoucenkalender auch direkt, welche Materialien er oder sie dafür benötigt. Kleinere To-Dos können über die Aufgabenfunktion festgehalten und direkt an Kollegen zugewiesen werden, inklusive Erinnerung.  

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