Praxis & Betrieb

Als Leistungserbringer:in behandeln Sie nicht nur Patient:innen, Sie sind gleichzeitig selbstständige:r Unternehmer:in und führen eine Praxis oder ein Unternhemen. Hier stellen wir Ihnen hilfreiche Tipps und Hinweise für eine erfolgreiche Praxisführung und Praxisorganisation zusammen. 

Talk mit Piel | Warum Vertragsverhandlungen mehr Miteinander brauchen

Schiedsverfahren, gescheiterte Gespräche, Streit um Open-House-Modelle: Manchmal hat man das Gefühl, Vertragsverhandlungen bestehen heute vor allem aus Konflikt. Umso mehr habe ich mich in den vergangenen Wochen gefreut, auch einmal Positives zu lesen. Krankenkassen und Leistungserbringer haben Verträge im Bereich Kinderreha oder Bewegungsschienen abgeschlossen. Und das ganz ohne Schiedsverfahren, Abbrüche oder öffentliche Vorwürfe. Es geht also doch!

Wenn Verhandlungen zum Kraftakt werden

Seit einigen Jahren stelle ich mir immer häufiger die Frage: Wohin steuert unsere Verhandlungskultur? Und warum entstehen auf beiden Seiten, bei Krankenkassen und Leistungserbringern, derart massive Spannungen? Wenn Gespräche festgefahren sind, kann es nicht die Lösung sein, dass ein Dritter per Schiedsverfahren entscheidet oder Verhandlungen komplett abgebrochen werden. Ganz unabhängig von den Kosten solcher Verfahren – sie treffen letztlich auch die Beitragszahler.

Einigung ist möglich, wenn der Wille da ist

Wenn der Wille zur Einigung vorhanden ist, dann geht es. Auch mit Kompromissen.
Die Realität ist allerdings komplex: Krankenkassen stehen zunehmend unter Druck, sparen zu müssen. Leistungserbringer kämpfen gleichzeitig mit deutlich gestiegenen Kosten und der Notwendigkeit, wirtschaftlich überleben zu können. Verträge sind daher ein zentraler Bestandteil, um genau diese Realitäten auf beiden Seiten abzubilden.

Vertragsklarheit schafft Effizienz

Ein Vertrag ist aber nur dann nützlich, wenn er im Alltag funktioniert: im Betrieb eines Leistungserbringers, administrativ bei den Kostenträgern und letztlich beim gemeinsamen Kunden, dem Patienten. Eigentlich klingt das einfach, und dennoch hakt es oft. Nur klare Verträge schaffen Effizienz. Unklare Regelungen verursachen dagegen unnötige Kosten, und zwar für alle Beteiligten. Starre Modelle, das Beharren auf Positionen oder persönliche Angriffe bringen niemanden weiter.

Der Blick auf den Preis

Ich bin überzeugt, dass der reine Fokus auf den Preis häufig dazu führt, dass andere wichtige Aspekte eines Vertrags zu wenig Beachtung finden. Ein Preis gibt zwar Orientierung, man kann ihn kalkulieren und einordnen. Aber er muss sich auch an veränderte Rahmenbedingungen anpassen. Der Preis sollte letztlich das Ergebnis aller Prozesse sein, die für eine gute Versorgung notwendig sind, und nicht der alleinige Maßstab eines Vertrags.

Was wir wieder brauchen: eine echte Vertragskultur

„Vertrag“ bedeutet, einen Pakt zu schließen – also gemeinsame Sache zu machen. Genau dieses Miteinander würde ich mir wieder verstärkt wünschen: mehr Vertrauen, mehr Verständnis für die Perspektive des Gegenübers und mehr Offenheit, gemeinsame Lösungen zu finden. Zum Wohle aller Beteiligten. Und vor allem zum Wohle der Patientinnen und Patienten.

Ihr Partner für sichere und unkomplizierte Abrechnung

Wir bei Optica wissen, wie aufwändig der Alltag mit einer Vielzahl an Verträgen sein kann. Sie sollten aber nicht zur Belastung werden, sondern Sicherheit und Klarheit für alle Beteiligten bringen. Genau hier setzen wir an. Als starker Partner unterstützt Optica Leistungserbringer dabei, Verträge korrekt umzusetzen und Abrechnungen zuverlässig durchzuführen. Sobald Sie einen neuen Vertrag unterzeichnet haben, sollten Sie uns dies schnellstmöglich mitteilen. Wir kümmern uns anschließend um die Abrechnung zu den aktuell gültigen Konditionen. Auch unsere Branchensoftware für den Hilfsmittelbereich Optica Omnia trägt dazu bei, indem sie automatisch rund 6.500 Verträge berücksichtigt. So schaffen wir gemeinsam Zeit und Energie für das Wesentliche – die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten.


Thomas Piel verfügt über drei Jahrzehnte Branchenerfahrung, vor allem im Hilfsmittelbereich. Als Leiter Gesundheitspolitik/Strategische Kooperationen bei Optica ist er bestens vernetzt mit Verbänden, Krankenkassen und politischen Entscheidern und immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit, um die Branche voranzubringen. In seiner Freizeit trifft man ihn laufend, radfahrend oder auf Spurensuche mit seinem Dackel Luca im Wald.  

Optica Omnia: die clevere Software für das Sanitätsfachhandel und Gesundheitshandwerk

Optica Omnia ist eine Branchensoftware, die Sie entlang des gesamten Versorgungsprozesses unterstützt – mit allen Funktionen in einer Software. Das Ergebnis: weniger Programmchaos, mehr Effizienz. Auch dank verschiedenster Schnittstellen zu Programmen wie Rothballer oder medilogic.

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