Der Praxiskauf: Mehrere Monate Zeit einplanen

Vom Kaufpreis über den Wert einer Warteliste bis hin zum Steuervorteil. Antworten auf häufig gestellte Fragen beantwortet Rechtsexperte Dr. Dr. Thomas Ruppel

Ohne ausreichend Vorlaufzeit ist es nicht möglich, sich ein umfassendes Bild von der Praxis, den bestehenden Risiken und den bis zur Übernahme noch zu planenden Veränderungen zu machen. Dabei ist eine rechtliche und steuerliche Beratung oft hilfreich. Denn ein Praxiskauf beinhaltet zahlreiche juristische Fragestellungen. Neben vertragsrechtlichen Aspekten werden auch miet-, arbeits-, steuer- und eventuell auch strafrechtliche Aspekte berührt. Käufer sollten deshalb Arbeitsverträge einsehen und Mitarbeiter kennenlernen, Lieferantenverträge sowie den Praxismietvertrag auf kritische Klauseln prüfen.

Käufer und Verkäufer müssen sich dann über den materiellen und immateriellen Wert und den daraus resultierenden Kaufpreis verständigen. Auch die Ausarbeitung des Praxiskaufvertrags erfordert Zeit. Für den Käufer ist beispielsweise die Konkurrenzschutzklausel wichtig. Diese verbietet dem Abgeber, für eine bestimmte Zeit in einem bestimmten Umkreis um die Praxis selbstständig oder angestellt tätig zu werden. Außerdem erfordert es Zeit, die Finanzierung mit der Bank abzustimmen und alle erforderlichen Absprachen mit dem Vermieter und anderen Beteiligten zu treffen.


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