Die ELGA und die Heilberufe

Die Nachbarn in Österreich waren mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens ein bisschen schneller. Bereits seit 2006 wurde an der Entwicklung einer elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) gearbeitet.

Die Nachbarn in Österreich waren mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens ein bisschen schneller. Bereits seit 2006 wurde im Auftrag des Gesundheitsministeriums an der Entwicklung einer elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) gearbeitet, die in den vergangenen Jahren dann auch konsequent ausgerollt wurde.

Medizinische Einrichtungen können in ihr inzwischen Arztbriefe und Befunde, teilweise auch schon Röntgenbilder ablegen und sie so dem Patienten zur Verfügung stellen. Stand Oktober 2018 konnten rund 160 Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit der ELGA kommunizieren, außerdem 420 Apotheken und immerhin 2500 von 8000 niedergelassenen Ärzten. Heilberufler können die ELGA derzeit nur dann nutzen, wenn sie an einer an das ELGA-Netzwerk angeschlossenen Institution arbeiten. So haben sich mehrere Zentren für physikalische Therapie schon sehr früh an der ELGA beteiligt.

Für niedergelassene Physio-/Ergotherapeuten und Logopäden ist die ELGA dagegen noch verschlossen. Doch das soll sich ändern: Zum 1. Juli 2018 wurde in Österreich ein nationales Gesundheitsberuferegister gestartet, bei dem sich alle Heilberufler sowie alle Pflegekräfte bis zum 30. Juni 2019 verpflichtend angemeldet haben müssen. Dadurch erhalten auch die nichtärztlichen Heilberufe eine digitale Identität und können danach bei der ELGA mitmachen.


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