Dr. Roy Kühne: "Regionale Unterschiede herausarbeiten"

Dr. Roy Kühne ist Bundestagsabgeordneter und Physiotherapeut – der Redaktion des Fachmagazins "Zukunft Praxis" hat er erklärt, warum die bundeseinheitliche Vergütung für ihn nur ein erster Schritt ist.

"Die überregionale Angleichung der Vergütung auf den höchsten Satz kann nur der erste Schritt sein. Danach überlassen wir es wieder den Verbänden, weiter zu verhandeln und regionale Unterschiede herauszuarbeiten. Denn natürlich muss eine Innenstadtpraxis in München oder Frankfurt anders kalkulieren als eine in der ländlichen Region.

Auch ansonsten sind die Regelungen des TSVG hinsichtlich der Vergütung von Therapeuten nur ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, aber noch lange nicht das Ziel. So fordere ich nach wie vor, dass wir tarifgleiche Strukturen haben müssen. Die Krankenkassen zahlen ihren eigenen Mitarbeitern schließlich ebenfalls einen ordentlichen Lohn, entsprechend dem öffentlichen Tarif. Dass sie denen, die letztlich auch für die Gesundheit ihrer eigenen Mitarbeiter verantwortlich sind, ebenfalls ordentlich bezahlen, muss zur Selbstverständlichkeit werden. Eine Zweiklassenbehandlung von öffentlichen und nichtöffentlichen Dienst kann einfach nicht zielführend sein. Übrigens genauso wenig wie von stationär und ambulant. Denn dann ist ja klar, wo der Therapeut hingeht."

 Dr. Roy Kühne, Mitglied des Bundestags und Physiotherapeut

 


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