Kundenservice 0711 61947-222

Entlassmanagement: Antworten auf Ihre Fragen

Das Entlassmanagement sorgt immer wieder für Irritationen: Damit Sie Absetzungen vermeiden können, haben wir die Antworten auf die häufigsten Fragen für Sie zusammengefasst.

Wer stellt die Verordnung zum Entlassmanagement aus?
Der behandelnde Krankenhausarzt stellt eine Heilmittelverordnung aus, mit der Patienten direkt von ihrem Therapeuten weiterbehandelt werden können. Der Krankenhausarzt füllt die Verordnung grundsätzlich genauso aus wie ein Vertragsarzt. Das Ausstellungsdatum entspricht dem Entlassdatum.

Woran erkennen Sie eine Verordnung zum Entlassmanagement?

  • Auf dem Muster ist im Personalienfeld ein Querbalken „Entlassmanagement“ eingedruckt
  • Im Feld Arztnummer steht die Pseudoarztnummer: 4444444xx. Die 8. und 9. Stelle enthält den Fachgruppencode
  • Die Pseudoarztnummer 4444444xx steht im Arztstempel im Unterschriftenfeld
  • Im Feld "Status" stehen an der 6. und 7. Stelle die Ziffern "04"
  • Im Feld Betriebsstättennummer ist 75xxxxxxx eingetragen
  • Wichtig: Auch wenn der Arzt ein Muster ohne den Aufdruck „Entlassmanagement“ verwendet, sind die Pseudoarztnummer, die Betriebsstättennummer 75 oder das Statusfeld ein gültiges Kriterium, das die Verordnung eindeutig als Entlassmanagement-Verordnung identifiziert. In der Praxis sind auf den Verordnungen nicht immer alle Kriterien vorhanden.

Um welche Verordnungsart handelt es sich?
Es handelt sich immer um eine Erstverordnung.

Welche Fristen müssen Sie beachten?

  • Die Behandlungen müssen innerhalb von 7 Kalendertagen ab Entlass-/Rezeptdatum begonnen werden
  • Die Behandlungen müssen innerhalb von 12 Kalendertagen ab Entlass-/Rezeptdatum abgeschlossen sein
  • Die Behandlungsdauer (Zeitraum von der ersten bis zur letzten Behandlung) darf maximal 7 Kalendertage betragen. Diese Vorgabe wird in der Praxis von den Kostenträgern jedoch unterschiedlich ausgelegt.

Was ist, wenn die Behandlung nicht innerhalb von 7 Tagen begonnen werden kann?
Dann verfällt die Verordnung. Der Eintrag eines späteren Behandlungsbeginns ist nicht zulässig.

Was passiert, wenn nicht alle Behandlungen fristgerecht erbracht werden können?
Nur die fristgerecht durchgeführten Behandlungen werden bezahlt. Die restlichen Behandlungen verfallen.

Was ist, wenn ein Patient schon vor seinem Krankenhausaufenthalt bei mir in Behandlung war. Zählt die Verordnung aus dem Krankenhaus dann als Folgeverordnung?
Nein, der behandelnde Arzt im Krankenhaus muss vorherige Verordnungen nicht berücksichtigen.

Zählen Behandlungen, die vom Krankenhaus verschrieben werden, zur Höchstverordnungsmenge?
Nein, Verordnungen im Rahmen des Entlassmanagements müssen bei der Bemessung der Höchstverordnungsmenge einer möglichen Weiterbehandlung nicht berücksichtigt werden.

Sind die Uni-Kliniken von den Richtlinien befreit?
In Bezug auf das Entlassmanagement gelten hier dieselben Regelungen wie für Krankenhäuser.

Was ist, wenn kein Balken über dem Patientenfeld ist, aber die Pseudoarztnummer aus dem Krankenhaus auf der Verordnung steht? 
Sie dürfen den Patienten behandeln und müssen die entsprechenden Fristen aus dem Entlassmanagement beachten.

Was mache ich mit einer Verordnung, die komplett auf einem Laserdrucker ausgedruckt wurde und nicht auf ein Verordnungsvordruck?
Seit 1. Juli 2018 können Ärzte und Krankenhäuser, die eine lizensierte Software einsetzen, die Entlassmanagement-Verordnung komplett über die Software ausdrucken. Diese sogenannte „Blankoformularbedruckung“ bedeutet, Formular plus Inhalt werden direkt auf ein leeres Blatt ausgedruckt. Diese Verordnungen können ganz normal zur Abrechnung eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Entlassmanagement bietet die Kassenärztliche Bundesvereinigung auf ihrer Website.

Funktionalität eingeschränkt! Bitte aktivieren Sie JavaScript.