FAQ COVID-19 - Alles, was Heilmittelerbringer wissen müssen

COVID-19, besser bekannt als Corona-Virus, führt momentan nicht nur zu abgesagten Messen, sondern zu vielen Fragen. Wir haben alles Wichtige zur Abrechnung und Unterbrechungsfristen gesammelt und aktualisieren laufend.

 

 

Stand: 30.03.2021

Alle Änderungen im Überblick

  • Können Folgeverordnungen telefonisch ausgestellt werden?

    Ja, allerdings nur in sogenannten regionalen Ausnahmefällen. Das heißt konkret: Steigen die Infektionszahlen in einer bestimmten Region an, kann der G-BA mit einem gesonderten Beschluss dort Ausnahmeregelungen in Kraft setzen, die regional beschränkt und zeitlich befristet sind.

    Ein solcher Beschluss umfasst dann auch die Verodnungen am Telefon. Folgende Regelung tritt dann in Kraft:

    Folgeverordnungen und Verordnungen außerhalb des Regelfalls können auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt und per Post verschickt werden. Allerdings nur, wenn der Patient im Vorfeld aufgrund derselben Erkrankung bereits persönlich untersucht wurde.

    Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss

  • Dürfen weiterhin Videobehandlungen durchgeführt werden?

    Ja, wenn der Patient zustimmt und das per Mail oder Fax quittiert. Dann dürfen Patienten mit ihrem Einverständnis auch mit einer telemedizinischen Leistung (Videobehandlung) behandelt werden, sofern eine persönliche Leistungserbringung aufgrund der aktuellen Pandemielage nicht möglich ist und sie zur Vermeidung einer Verschlimmerung der Gesundheit erforderlich ist.

    Die Regelung wurde ein weiteres Mal bis zum 30.09.2021 verlängert.

    Für folgende Leistungen ist eine Videobehandlung erlaubt:

    • Stimm-, Sprech-, Sprachtherapie mit Ausnahme der Schlucktherapie
    • Ergotherapie,
    • Physiotherapie für die Übungsbehandlung gemäß § 19 Absatz 3 Nummer 1a, für die allgemeine Krankengymnastik (KG und KG-Atemtherapie) gemäß § 19 Absatz 3 Nummer 3a sowie für die Krankengymnastik-Mukoviszidose gemäß § 19 Absatz 3 Nummer 3c,
    • Ernährungstherapie

    Die Quittierung des Patienten mit seinem Einverständnis muss für die Abrechnung nicht mit eingereicht werden. Therapeuten muss sie trotzdem aufbewahren, falls ein Nachweis verlangt wird.

    Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss

  • Kann Hygienebedarf weiterhin abgerechnet werden?

    Die Corona-Hygienepauschale darf weiterhin abgerechnet werden.

    Sie gilt für Erst-Abrechnungen seit dem 05.05.2020 und kann abgerechnet werden, solange der Dt. Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat.
    Sie müssen sich übrigens um nichts kümmern. Optica rechnet die Positionsnummer X9944 automatisch für Sie ab.

  • Sind Teilabrechnungen weiterhin möglich?

    Nein, Teilabrechnungen sind seit dem 31.05.2020 (Rechnungseingang bei der Krankenkasse) nicht mehr möglich. Die Schlussrechnung noch nicht abgerechneter Leistungen kann aber weiterhin erfolgen. Wichtig: Die bereits angerechneten Leistungen müssen auf der Verordnungskopie gekennzeichnet werden.

    Eine Ausnahme gilt für Podologen: Hier sind Teilabrechnungen mit Rechnungseingang bei der Krankenkasse noch bis zum 31.12.2020 möglich. Auch hier gilt, dass Schlussabrechnungen auf Kopien mit deutlicher Kennzeichnung bereits abgerechneter Leistungen auch danach möglich sein werden.

  • Können Verordnungen selbst geändert werden?

    Bei nicht richtlinienkonform ausgestellten Heilmittelverordnungen ab dem 18.02.2020 (Verordnungsdatum) können die Leistungserbringer notwendige Änderungen bzw. Ergänzungen der gemachten Angaben bis zum 31.12.2020 (Verordnungsadatum) selbst vornehmen. Einer Änderung bzw. Ergänzung der Verordnung durch den Arzt bzw. einer Rücksprache mit dem Arzt bedarf es hierzu nicht. Die Änderung bzw. Ergänzung ist auf der Rückseite des Verordnungsblatts unten links kurz zu begründen und mit Datum und Handzeichen des Leistungserbringers zu versehen. Die Abrechnung dieser Rezepte erfolgt bis zum 07.09.2021 (Eingang bei der Krankenkasse).

    Bei nicht richtlinienkonform ausgestellten Verordnungen (neues Muster M13/Z13: Ausstellungsdatum 01.01.2021 bis 30.09.2021) sollen die Vorgaben zu Änderungen (Anlage 3 der Hm-RL 2021) nicht geprüft werden.

    Ausgenommen davon sind: 

    • Art des Heilmittels
    • Hausbesuch 
    • Verordnungsmenge
  • Welche Regelungen gelten für das Entlassmanagement?

    Beginnfrist: von 7 Tage auf 14 Tage

    • gültig für Ausstellungsdatum ab 09.03.2020
    • gültig solange der Dt. Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat.

    Behandlungsabschluss von 12 Tagen auf 21 Tage

    • gültig für letzte Behandlung nach 09.03.2020
    • gültig solange der Dt. Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat.

    ACHTUNG: Die Behandlungsfrist von 7 Tagen bleibt bestehen


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