FAQ COVID-19 - Alles, was Heilmittelerbringer wissen müssen

COVID-19, besser bekannt als Corona-Virus, führt momentan nicht nur zu abgesagten Messen, sondern zu vielen Fragen. Wir haben alles Wichtige zur Abrechnung und Unterbrechungsfristen gesammelt und aktualisieren laufend.

FAQ - Ihre Fragen und unsere Antworten

Uns erreichen im Zusammenhang mit COVID-19 Fragen zur Abrechnung, Unterbrechungsfristen, aber auch zu abgesagten Veranstaltungen. In diesem Artikel beantworten wir Ihre Fragen dazu.

Stand: 01.04.2020

Hier gehts zum FAQ für Hilfsmittelerbringer


 

Fragen zur Abrechnung

  • Arbeitet Optica weiterhin? Kann ich weiterhin Rezepte einreichen?

    Unsere Arbeit ist von COVID-19 nicht beeinträchtigt, das heißt, unsere Produktionsstandorte führen aktuell die Abrechnung für alle unsere Kunden durch. Auch unser Kundenservice steht Ihnen wie gewohnt für Rückfragen zur Verfügung. Damit der Betrieb wie bisher weiter laufen kann, haben wir entsprechende Schutzmaßnahmen für unsere Mitarbeiter ergriffen. Deswegen bitten wir Sie auch, Rezepte nicht persönlich abzugeben, sondern per Post bei uns einzureichen. Sollte sich an der jetzigen Ausgangslage etwas ändern, werden wir Sie kurzfristig informieren.Für Sie bedeutet das konkret:

    Sie können uns weiterhin Ihre Rezepte zur Abrechnung zuschicken. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang die geänderten Regelungen zu Unterbrechungsfristen für Heilmittelerbringer, die wir auch in diesem FAQ für Sie beantworten.

    Hier bleiben Sie aktuell informiert: 

  • Kann ich meine Verordnungen mehrmals monatlich abrechnen?

    Ja, das ist möglich. Die Richtlinien zu § 302 SGB V sowie rahmenvertragliche Vereinbarungen sind im Rahmen der Corona-Krise gelockert worden. Das erlaubt Heilmittelerbringern nach GKV-Angaben ihre Leistungen mehrmals im Monat abzurechnen, um die Liquidität Ihrer Therapiepraxis abzusichern. Wir empfehlen momentan eine Abrechnung zweimal im Monat und bieten Ihnen an, Ihre Rezepte zweimal monatlich für Sie abzurechnen. Achten Sie bei der Einreichung einer Teilabrechnung mit Zuzahlung bitte darauf, dass der Bruttowert des eingereichten Rezeptes höher sein muss, als der Zuzahlungswert. Wenn ein Rezept beispielsweise mit sechs Einheiten ausgestellt ist, aber zunächst nur eine Behandlung abgerechnet wird, darf der Zuzahlungsbetrag nicht höher sein, als der Bruttobetrag dieser Behandlung. Ansonsten kann der Betrag nicht abgerechnet werden und wir müssen Ihnen das Rezept zurücksenden.

    Um weiterhin liquide zu bleiben, haben Sie bei Optica die Möglichkeit, unsere Sofortauszahlung in Anspruch zu nehmen. Damit garantieren wir eine Auszahlung von 90 Prozent des Rezeptwertes innerhalb von 48 Stunden. Bei Fragen zur Sofortauszahlung wenden Sie sich gerne an uns: 0711 99 373 2900

  • Kann ich meine Rezepte noch per Einschreiben verschicken?

    Aufgrund zunehmender Anfragen von Kunden, dass Sendungen per Einschreiben in Postfilialen nicht mehr angenommen werden, möchten wir auf ein aktuelles Statement der Deutschen Post hinweisen, welches klar regelt, dass Einschreiben weiterhin angenommen werden - allerdings wie Einwurf-Einschreiben behandelt werden.

    Zum Statement: Deutsche Post

    Unser Tipp: Nutzen Sie für die nächsten Wochen direkt das Einwurf-Einschreiben. Dies ist günstiger als das reguläre Einschreiben und die Sendung ist ebenfalls versichert. Bei größeren Sendungen nutzen Sie die Aufgabe als Paket

  • Kommt es bei den Krankenkassen aktuell zu Verzögerungen?

    Das lässt sich aktuell noch nicht sagen. Sofern die Krankenkassen eine Zahlung aufgrund krankheitsbedingter personeller Engpässe nicht innerhalb der vertraglich vereinbarten Fristen sicherstellen können, wird der Vergütungsanspruch 42 Kalendertage nach dem Eingang der Abrechnungsunterlagen fällig. Erfolgt die Abrechnung allerdings über uns, gelten die vertraglich festgelegten Zahlungstermine.

    Quelle: PHYSIO DEUTSCHLAND

Änderungen in der Therapie

  • Kommt es bei den Krankenkassen aktuell zu Verzögerungen?

    Der Rezeptbeginn wird in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie ausgesetzt. Bis Ende Mai ausgestellte Rezepte können auch begonnen werden, wenn die bisher gültige Frist überschritten wurde. Das gilt auch für Heilmittel in der vertragszahnärztlichen Versorgung.

    Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss

  • Wie sind die Unterbrechungsfristen in der COVID-19-Pandemie geregelt?

    Für die Unterbrechungsfristen gilt für bis Ende Mai ausgestellte Verordnungen eine neue Regelung: „Die Regelungen nach § 16 Absatz 3, wonach Verordnungen ihre Gültigkeit verlieren, wenn die Behandlung länger als 14 Kalendertage unterbrochen wird, werden ausgesetzt.“ Das gilt auch für Heilmittel in der vertragszahnärztlichen Versorgung.

    Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss

  • Gelten die neuen Regelungen auch für das Entlassmanagement?

    Nein, hier gibt es eigene Regelungen, die aber auch in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie angepasst wurden. Zunächst bis 31. Mai gilt nun folgendes: Die Beginnfrist wird von 7 auf 14 Tage und die Frist zum Abschluss der Behandlung von 12 auf 21 Tage erhöht.

  • Können Gruppentherapien in Einzeltherapien umgewandelt werden?

    In Zeiten von Social Distancing und Sicherheitsabständen werden Gruppentherapien abgesagt. Sie haben als Therapeut die Möglichkeit, eine Gruppentherapie in eine Einzeltherapie zu ändern. Dafür kreuzen Sie auf der Rückseite das entsprechende Feld an und ergänzen dies durch eine Begründung.

  • Wie können Folgeverordnungen und Verordnungen außerhalb des Regelfalls ausgestellt werden?

    In Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie ist die Heilmittelrichtlinie angepasst worden. Sie betrifft alle Verordnungen, die bis zum 31. Mai ausgestellt werden. Für Folgeverordnungen und Verordnungen außerhalb des Regelfalls gilt folgendes: „Folgeverordnungen gemäß § 7 Absatz 9 und Verordnungen außerhalb des Regelfalls gemäß § 8 können auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt und von der Vertragsärztin oder vom Vertragsarzt postalisch an die oder den Versicherten übermittelt werden, sofern bereits zuvor aufgrund der selben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch die verordnende Vertragsärztin oder den verordnenden Vertragsarzt erfolgt ist.“ Das gilt auch für Heilmittel in der vertragszahnärztlichen Versorgung.

    Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss

Telemedizinische Behandlungen

  • Können Therapeuten auch telemedizinisch behandeln? Sind Videobehandlungen möglich?

    Ja, Patienten dürfen momentan auch per Video behandelt werden. Dafür haben die Krankenkassen und der GKV-Spitzenverband eine Lösung auf den Weg gebracht, die der gesamten Ergotherapie, weiten Teilen der Logopädie und kleinen Teilen der Physiotherapie erlaubt, telemedizinisch zu behandeln. Auch die DGUV hat sich den Empfehlungen angeschlossen, soweit das Vorgehen für die Behandlung gesetzlich Unfallversicherter anwendbar ist. Die genauen Regelungen sowie eine Übersicht möglicher Anbieter haben wir in einem Artikel für Sie zusammengefasst.

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  • Wie sind telemedizinische Behandlungen abzurechnen?

    Behandlungen per Video können entsprechend der geltenden Richtlinien abgerechnet werden. Wichtig ist nur, dass Sie die Rezepte entsprechend mit „V“ oder „Video“ auf der Rückseite kennzeichnen. Außerdem gilt: Der Patient muss die Durchführung bestätigen.

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  • Ist eine Therapie per Telefon auch möglich?

    Eine Therapie oder Beratung nur am Telefon (ohne Bild) ist derzeit nur bei Ernährungstherapie möglich. Die Verbände bemühen sich aber, diesen Service auch anderen Therapeutengruppen zugänglich zu machen.

    Quelle: DVE

Regelungen in der gesetzlichen Unfallversicherung

  • Sind Behandlungsfrequenzen in der gesetzlichen Unfallversicherung einzuhalten?

    Nein, die vorgegebenen Frequenzen sind vorerst bis Ende April aufgehoben. Der Therapeut kann über die Frequenz selbst entscheiden.

    Quelle: DGUV

  • Behalten EAP- und BGSW-Verordnungen bei Behandlungsabbruch oder -unterbrechung ihre Gültigkeit?

    Bei Abbruch durch die Patienten (Abreise bzw. Nichtwahrnehmung von Terminen wegen Infektionsgefahr), sollte diese von der Einrichtung dokumentiert und dem Unfallversicherungsträger mitgeteilt werden. Die Abrechnung erfolgt gemäß der erbrachten Leistung. Eine Verlängerung der Gültigkeit der Verordnung ist in der Regel nicht zu empfehlen. Bei einer Unterbrechung der Maßnahme für mehr als zwei Wochen ist eine Vorstellung und die Verordnung des D-Arztes erforderlich. Dabei sollte eine für die Patienten weitestgehend unbedenkliche Wiedervorstellung hinsichtlich der Pandemieproblematik berücksichtigt werden. Grundsätzlich kann die Einrichtung belegt werden, solange dort kein identifizierter Fall/ Verdachtsfall aufgetreten ist.

    Quelle: DGUV

  • Können gesetzlich Unfallversicherte auch telemedizinisch behandelt werden?

    Ja, das ist möglich. Die DGUV hat sich den Empfehlungen angeschlossen, soweit das Vorgehen für die Behandlung gesetzlich Unfallversicherter anwendbar ist.

    Quelle: DGUV

Arbeitsrechtliche Folgen

  • Was muss ich als Arbeitgeber beachten?

    Die möglichen Auswirkungen von COVID-19 auf Arbeitgeber hat Rechtsanwalt Dr. Dr. Ruppel in einem Artikel zusammengefasst. Darin geht es sowohl um das Thema Fürsorgepflicht als Arbeitgeber als auch um die Fragen, was es bei Verdienstausfall für Möglichkeiten gibt.

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  • Welche Auswirkungen hat COVID-19 für Selbstständige?

    Was Selbstständige in Bezug auf COVID-19 beachten müssen, beschreibt Rechtsanwalt Dr. Dr. Ruppel in einem Artikel. Darin geht es auch um das Thema Verdienstausfall. 

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  • Welche arbeitsrechtlichen Folgen hat das Corona-Virus?

    Die arbeitsrechtlichen Folgen hat Rechtsanwalt Peter Hartmann übersichtlich zusammengestellt. In seinem Artikel behandelt er die folgenden Themen: Quarantäne, Krankmeldung, Krankheit des Kindes, Fehlende Kinderbetreuung, audbleibende Provisionszahlungen, unbezahlten Sonderurlaub sowie Anordnung von Überstunden und Widerruf bereits genehmigten Urlaubs. 

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Messen & Events

Welche Veranstaltungen uns Messen sind momentan von Absagen und Verschiebungen betroffen?

Folgende Messen sind bisher abgesagt oder verschoben worden:

  • 1. Jahrestagung für Podologie, Wolfsburg (Termin: 21.-22.03.) – Absage
  • Gut zu Fuß, Stuttgart (Termin: 04.-05.04.) – Absage
  • DVE Ergotherapie-Kongress , Weimar (Termin:  14.-16.05.) – Verschoben auf 22. bis 24. 10.2020 

Weitere Informationen bekommen Sie direkt auf den Seiten der Veranstalter.
 


Wir sind weiterhin per Telefon und Mail für Sie erreichbar:

Telefon: 0711/99373 2000
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