FAQ COVID-19 - Alles, was Hilfsmittelerbringer wissen müssen

COVID-19, bekannt als Corona-Virus, führt momentan zu abgesagten Veranstaltungen, vielen Fragen und Unsicherheit. Was Sie für Ihren Betrieb wissen müssen, fassen wir in unserem FAQ zusammen und aktualisieren laufend.

FAQ - Unsere Antworten zu Ihren Fragen

Die Corona-Lage entspannt sich weiterhin. Deshalb sind auch die Regelungen zur Sicherung der Hilfsmittelversorgung während des Coronavirus weiter angepasst worden. Die neuen Regelungen gelten ab Juli und sind bis Ende September gültig – in Einzelfällen bis Ende des Jahres. Die Details entnehmen Sie bitte den Fragen. Für die Umsetzung ist der Tag der Abgabe des Hilfsmittels an die Versicherten maßgeblich.

Als Orientierungshilfe hat auch der GKV-Spitzenverband eine FAQ-Liste zusammengestellt. 

Zum FAQ des GKV

Stand: 07.07.2020

 


Die meist gestellten Fragen:

  • Welche Regeln gelten für die Abrechnung?

    Vertraglich vereinbarte Fristen, in denen eine Abrechnung spätestens einzureichen ist, werden vorerst bis Ende Dezember ausgesetzt. Außerdem kann bei der Abrechnung das Verordnungsdatum auf das Lieferdatum zurückgesetzt werden, wenn die Abrechnung aus softwaretechnischen Gründen nicht möglich ist. Wichtig: Bei diesem Vorgang muss das Lieferdatum der tatsächlichen Abgabe entsprechen.
     

    Quelle: GKV-Spitzenverband

  • Können Hilfsmittel auch kontaktlos ausgegeben werden?

    Dazu hat der GKV-Spitzenverband Regelungen formuliert und empfiehlt:

    • Hilfsmittel vorrangig per Versand abzugeben, wenn die Anpassung des Hilfsmittels nicht zwingend erforderlich ist
    • Medizinisch notwendige Hilfsmittelversorgungen, bei denen körperliche Nähe unabdingbar ist, bleiben möglich
    • Schutzmaßnahmen vor Infektionen bei persönlichem Kontakt ergreifen – dabei sind die Anordnungen der Bundesländer, des Bundes und der zuständigen Behörden maßgeblich
    • Prüfung, ob Versorgungen aufschiebbar sind
    • Beratungen oder Hinweise zur Einweisung in den Gebrauch sollen telefonisch, per E-Mail, per Verweis auf Videoeinweisungen oder durch digitale Medien erfolgen, soweit dies aufgrund der Art des Hilfsmittels vertretbar ist
    • Verzicht auf Lagerbegehungen der Krankenkassen, die im Rahmen der Prüfung des Kasseneigentums durchgeführt werden

    Besondere Regelungen gibt es zur Versorgung des diabetischen Fuß. So heißt es vom GKV-Spitzenverband:
    „Ist eine Versorgung des diabetischen Fußes nicht aufschiebbar, kann die Dauer des persönlichen Kontaktes und die Entfernung zum Versicherten reduziert werden, indem anstelle einer Pedographie andere geeignete Messverfahren angewendet werden, die entsprechend von den Krankenkassen akzeptiert werden.“
    Diese Regelungen gelten bis zum 30.09.2020.

    Quelle: GKV-Spitzenverband

  • Wenn der persönliche Kontakt vermieden werden soll, wie erbringen Versicherte ihre Unterschrift?

    Auch hier hat der GKV-Spitzenverband eine Empfehlung abgegeben. Auf Unterschriften – sei es auf Empfangsbestätigung, Beratungsdokumentation, Lieferschein, etc. – kann zum jetzigen Zeitpunkt verzichtet werden. Statt des Versicherten unterzeichnet der Leistungserbringer oder die zustellende Person die Dokumente an der Stelle, an der normalerweise der Versicherte unterschreibt. Es richtet sich nach den vertraglichen Regelungen, ob und wann die Unterlagen bei der Krankenkasse einzureichen sind. Auch diese Regelung gilt bis zum 30.09.2020.
    Anders ist die Lage bei persönlichem Kontakt. Dann ist die Unterschrift des Versicherten nicht mehr verzichtbar.

    Quelle: GKV-Spitzenverband

  • Habe ich Vertragsstrafen zu befürchten, wenn vorgeschriebene Fristen nicht eingehalten werden?

    Es sind keine Vertragsstrafen zu fürchten, sofern vertraglich vereinbarte Liefer-, Fertigungs-, Rückhol- und Abgabefristen aus triftigem Grund nicht eingehalten werden können (z. B. aufgrund von Lieferengpässen oder befristeten Quarantänemaßnahmen beim Versicherten oder beim Leistungserbringer). Das gilt für bereits erteilte Genehmigungen oder bei genehmigungsfreien Hilfsmitteln ebenso wie für vertragliche oder gesetzliche Pflichten wie Wartungen oder sicherheitstechnische Kontrollen. Die vertraglichen Verpflichtungen bleiben weiterhin bestehen.

    Quelle: GKV-Spitzenverband

  • Steigt die Vergütung zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel?

    Ja, in seiner neuesten Handlungsempfehlung vom 05. Mai hat der GKV-Spitzenverband beschlossen, die Pauschale für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel vom Abrechnungszeitraum vom 01. April 2020 bis 30. September 2020 von bisher 40,00 EUR auf 60,00 EUR zu erhöhen.

    Für Sie bedeutet das:

    • Der Betrag von 60 Euro stellt zugleich die Vergütung dar, die ein Leistungserbringer für die Versorgung eines Pflegebedürftigen mit zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln monatlich höchstens beanspruchen kann, ohne dass es insoweit einer Änderung der Verträge bedarf.
    • Leistungserbringer können vorübergehend gegenüber den Pflegekassen auch Preise oberhalb der aktuellen Vertragspreise abrechnen, sofern die tatsächlichen Preise die Vertragspreise übersteigen.
    • Maßgeblich für die Feststellung, ob eine Versorgung in diesem Zeitraum erfolgt, ist der Tag der Leistungserbringung, im Falle einer Kostenerstattung das Kaufdatum.
    • Ausgesprochene Genehmigungen behalten hinsichtlich des Genehmigungszeitraumes und ggf. der genehmigten Produkte ihre Gültigkeit. Einer erneuten Genehmigung bedarf es nicht, weil der gesetzliche Höchstbetrag angehoben wurde oder die Vertragspreise in dieser Zeit nicht angewendet werden können.

    Die Meldung im Wortlaut lesen Sie hier: GKV-Spitzenverband

  • Kann es zu Verzögerungen bei den Präqualifizierungsverfahren kommen?

    Ja, kann es. Dazu hat die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) Handlungsanweisungen für die Präqualifizierungsstellen herausgegeben, in denen Maßnahmen beim Umgang mit Verzögerungen bei den Präqualifizierungsverfahren aufgrund der Corona-Pandemie beschrieben sind. Die Krankenkassen machen die Berechtigung zur Versorgung bei bestehenden Verträgen nicht von einer zeitlich evtl. nicht rechtzeitig vorliegenden Folge-Präqualifizierung abhängig. Mehr Infos dazu finden Sie direkt auf den Seiten der DAkkS.

    Mehr lesen

  • Welche Veranstaltungen uns Messen sind momentan von Absagen und Verschiebungen betroffen?

    Diese Messen sind bisher vom Veranstalter abgesagt oder verschoben worden:

    • Jahreskongress Technische Orthopädie 2020, Garmisch-Partenkirchen (Termin: 27.-28.03.) – Absage
    • Die Zweithaar, Fulda (Termin: 05.-06.04.) – Absage
    • OT World, Leipzig (Termin: 12.-15.05.) – Verschoben! Neuer Termin: 27.-30.10.2020

    Detailierte Informationen entnehmen Sie bitte den Seiten der Veranstalter.


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