FAQ COVID-19 - Alles, was Hilfsmittelerbringer wissen müssen

COVID-19, bekannt als Corona-Virus, führt momentan zu abgesagten Veranstaltungen, vielen Fragen und Unsicherheit. Was Sie für Ihren Betrieb wissen müssen, fassen wir in unserem FAQ zusammen und aktualisieren laufend.

FAQ - Unsere Antworten zu Ihren Fragen

In diesem FAQ möchten wir die meist gestellten Fragen beantworten und Tipps geben, wie Sie in dieser Zeit als Betrieb reagieren sollten. Die Informationen werden von uns laufend aktualisiert und angepasst.

Stand: 26.03.2020

Hier gehts zum FAQ für Heilmittelerbringer


Die meist gestellten Fragen:

  • Beeinträchtigt COVID-19 auch die Arbeit bei Optica?
    Unsere Standorte sind aufgrund entsprechender Schutzmaßnahmen für unsere Mitarbeiter derzeit in der Lage, die Abrechnung wie gewohnt durchzuführen. Auch unser Kundenservice ist nicht beeinträchtigt. Damit wir den Betrieb aufrecht erhalten können, bitten wir Sie, Rezepte in der derzeitigen Situation nicht persönlich abzugeben, sondern per Post zu uns zu schicken. Sollte sich an der derzeitigen Ausgangssituation etwas ändern, informieren wir Sie kurzfristig.

    Hier bleiben Sie aktuell informiert: 

  • Können Hilfsmittel auch kontaktlos ausgegeben werden?
    Der GKV-Spitzenverband hat Empfehlungen an die Mitgliedskassen gesendet, die besagen, dass persönliche Kontakte vermieden werden sollen. Deshalb ist es bis zum 30.05.2020 möglich, Hilfsmittel per Versand abzugeben, wenn ein persönlicher Kontakt vermeidbar ist. Beratungen und Gebrauchshinweise können per Telefon, E-Mail oder per Verweis auf Videoeinweisungen erfolgen – sofern das aufgrund der Art des Hilfsmittels vertretbar ist und keiner persönlichen Erläuterung bedarf. Medizinisch notwendige Behandlungen (hier: Hilfsmittelversorgungen), bei denen eine körperliche Nähe unabdingbar ist (z. B. notwendige Anpassungen, bei denen die Mitwirkung der Versicherten erforderlich ist), weiter möglich. Bei der Abwägung, wann ein dringender, medizinisch notwendiger Versorgungsfall vorliegt, und welche Schutzmaßnahmen vor Infektionen zu treffen sind, sind die Anordnungen der Bundesländer, des Bundes und der zuständigen Behörden maßgeblich. 

    Quelle: GKV-Spitzenverband

  • Wenn der persönliche Kontakt vermieden werden soll, wie erbringen Versicherte ihre Unterschrift?

    Auch hier hat der GKV-Spitzenverband eine Empfehlung abgegeben. Auf Unterschriften – sei es auf Empfangsbestätigung, Beratungsdokumentation, Lieferschein, etc. – kann zum jetzigen Zeitpunkt verzichtet werden. Statt des Versicherten unterzeichnet der Leistungserbringer oder die zustellende Person die Dokumente an der Stelle, an der normalerweise der Versicherte unterschreibt. Es richtet sich nach den vertraglichen Regelungen, ob und wann die Unterlagen bei der Krankenkasse einzureichen sind. Auch diese Regelung gilt bis zum 30.05.2020.

    Quelle: GKV-Spitzenverband

  • Habe ich Vertragsstrafen zu befürchten, wenn vorgeschriebene Fristen nicht eingehalten werden?

    Nein. Dazu zählen zum einen Lieferfristen. Sie haben keine Strafen zu befürchten, wenn die vertraglich vereinbarten Lieferfristen aus triftigem Grund nicht eingehalten werden, sieht die Krankenkasse von Vertragsstrafen ab. Zu diesen triftigen Gründen zählen beispielsweise Lieferengpässe oder Quarantänemaßnahmen beim Leistungserbringer oder Versicherten. 

    Zum anderen zählen dazu aber auch vertragliche oder gesetzliche Pflichten wie Wartungen oder sicherheitstechnische Kontrollen. Auch hier gilt: Sie haben keine Strafen zu befürchten, wenn Sie die Fristen nicht einhalten können.

    Der GKV-Spitzenverband teilt außerdem mit, dass dies auch auf Fristen zutrifft, binnen derer nach erteilten Genehmigungen zu versorgen ist. Mehrmonatslieferungen anstelle der vertraglich vereinbarten Lieferzyklen werden bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln wie Inkontinenzhilfen oder Stomaartikeln erforderlchenfalls akzeptiert, sofern es dadurch nicht zu Lieferengpässen bei anderen Versicherten kommt. Bezüglich der Abrechnung gelten die vertraglichen Regelungen. 

    Quelle: GKV-Spitzenverband

  • Was muss ich als Arbeitgeber beachten?

    Die möglichen Auswirkungen von COVID-19 auf Arbeitgeber hat Rechtsanwalt Dr. Dr. Ruppel in einem Artikel zusammengefasst. Darin geht es sowohl um das Thema Fürsorgepflicht als Arbeitgeber als auch um die Fragen, was es bei Verdienstausfall für Möglichkeiten gibt.

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  • Gibt es Änderungen bei der Abrechnung?


    Vertraglich vereinbarte Fristen, in denen eine Abrechnung spätestens einzureichen ist, werden für sechs Monate nach Ende der Gültigkeit dieser Empfehlungen ausgesetzt. Zudem kann der Leistungserbringer bei der Abrechnung das Verordnungsdatum auf das Lieferdatum zurücksetzen, wenn die Abrechnung bei korrekter Angabe aus softwaretechnischen Gründen nicht möglich ist. Das Lieferdatum muss dem Datum der tatsächlichen Abgabe entsprechen.

  • Können Versorgungen ohne das Vorliegen einer vertragsärztlichen Verordnung begonnen werden?

    Nicht aufschiebbare (Erst-)Versorgungen können im Ermessen des Leistungserbringers auch ohne Vorliegen einer vertragsärztlichen Verordnung begonnen werden. Für die Abrechnung bleibt die Vorlage der Verordnung unverzichtbar. Bei der Abrechnung wird nicht geprüft, ob die Verordnung erst nach dem Lieferdatum ausgestellt wurde. Dies gilt auch, wenn Genehmigungsfreiheit vertraglich vereinbart wurde; diese bleibt bestehen.

    Quelle: GKV-Spitzenverband

  • Kann es zu Verzögerungen bei den Präqualifizierungsverfahren kommen?

    Ja, kann es. Dazu hat die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) Handlungsanweisungen für die Präqualifizierungsstellen herausgegeben, in denen Maßnahmen beim Umgang mit Verzögerungen bei den Präqualifizierungsverfahren aufgrund der Corona-Pandemie beschrieben sind. Die Krankenkassen machen die Berechtigung zur Versorgung bei bestehenden Verträgen nicht von einer zeitlich evtl. nicht rechtzeitig vorliegenden Folge-Präqualifizierung abhängig. Mehr Infos dazu finden Sie direkt auf den Seiten der DAkks.

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  • Wie kann ich aktuell informiert bleiben?

    Alle abrechnungsrelevanten Themen fassen wir tagesaktuell in diesem FAQ zusammen. Außerdem informieren wir regelmäßig in unserem Newsletter und auf unserer Facebook-Seite. 

  • Welche arbeitsrechtlichen Folgen hat das Corona-Virus?

    Rechtsanwalt Peter Hartmann ist Spezialist für arbeitsrechtliche Fragen in der Hilfsmittel-Branche. Für Optica hat er alle relevanten arbeitsrechtlichen Folgen zusammengestellt und einfach erklärt. In seinem Artikel geht er auf die folgenden Themen ein: Quarantäne, Krankmeldung, Krankheit des Kindes, Fehlende Kinderbetreuung, audbleibende Provisionszahlungen, unbezahlten Sonderurlaub sowie Anordnung von Überstunden und Widerruf bereits genehmigten Urlaubs. 

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  • Welche Veranstaltungen uns Messen sind momentan von Absagen und Verschiebungen betroffen?

    Diese Messen sind bisher vom Veranstalter abgesagt oder verschoben worden:

    • Jahreskongress Technische Orthopädie 2020, Garmisch-Partenkirchen (Termin: 27.-28.03.) – Absage
    • Die Zweithaar, Fulda (Termin: 05.-06.04.) – Absage
    • OT World, Leipzig (Termin: 12.-15.05.) – Verschoben! Neuer Termin: 27.-30.10.2020

    Detailierte Informationen entnehmen Sie bitte den Seiten der Veranstalter.


Wir sind wie gewohnt telefonisch und schriftlich erreichbar:

Telefon: 0711/99373 2020
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