Gesunde Informationskultur

Es ist mittlerweile zu einem Statussymbol geworden, informiert zu sein. Doch warum sind Informationen so wichtig? Welchen Einfluss haben Informationen auf unsere Gesundheit? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Informationen sind vergleichsweise so begehrt wie qualitativ hochwertige FFP2-Masken. Es ist mittlerweile zu einem Statussymbol geworden, informiert zu sein. Sogar im Smalltalk tauscht man sich über die neuesten Informationen der Weltgeschichte aus, und da will man natürlich nicht ahnungslos dastehen. Informationen haben derweil nahezu einen höheren Stellenwert als das brandneue Smartphone, die modernen Sneakers oder das schicke Auto. Die Wichtigkeit von Informationen wird uns immer mehr bewusst. Aus diesem Grund wird in diesem Artikel die gesunde Informationskultur thematisiert. Warum sind Informationen wichtig? Welchen Einfluss haben Informationen auf unsere Gesundheit?
Was können wir Therapeuten von den Kollegen aus dem Rettungsdienst lernen? Was können Sie gezielt heute noch in Ihrem (beruflichen) Alltag anwenden? Fragen über Fragen, die Ihnen nun beantwortet werden. Ist Ihnen etwas aufgefallen? Was habe ich zu Beginn des Artikels getan? Richtig, ich habe Sie darüber informiert, worum es in diesem Beitrag gehen wird. Und ich sage Ihnen auch, warum ich das getan habe. 

Durch die Informationen über die Inhalte können Sie sich einen Überblick verschaffen und schnell entscheiden, ob dieser Beitrag relevant für Sie ist oder eben nicht. Zudem können Informationen Sicherheit vermitteln. Insbesondere für Patienten, die das erste Mal zu einer Therapie gehen, ist es besonders wichtig, Informationen zu erhalten. Auch Mitarbeiter brauchen Informationen, um sich sicher zu fühlen. Es zeigt sich deutlich, dass Menschen, die informiert sind, wesentlich kooperativer und engagierter sind. Das liegt vor allem daran, dass sie wissen, warum sie etwas tun. 

Ob Informationen uns überfluten oder – wie bei der Kollegin links im Streifenshirt – fehlen, beides kann für die Arbeit und die Gesundheit negative Folgen haben. In einer gesunden Informationskultur haben alle genau die Informationen, die sie brauchen. 
 

Informationen wirken auf unsere Gesundheit. Eine Informationsflut hat erhebliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden und das Stresslevel von Menschen. Wir alle sind ständig Informationsfluten ausgesetzt. Die ständige Erreichbarkeit, soziale Netzwerke und die vielen Informationen, die sonst noch auf uns einprasseln, halten unseren Adrenalinspiegel auf einem dauerhaften, pathophysiologischen Höchststand. Unser Gehirn kommt kaum noch hinterher. Manche Menschen fühlen sich davon matt und erschlagen, andere sind gestresst und unruhig. Darum ist es nicht sinnvoll, Informationen zwischen „Tür und Angel“ weiterzugeben. Ihre Mitmenschen sind nicht richtig aufnahmefähig, wenn Sie gedanklich schon im nächsten Handlungsschritt sind. Die zusätzlichen Informationen führen zu Stress, Druck und gehen irgendwann im Informations-Himalaya unter. Das ist der Beginn von Konflikten, Fehlern, Missverständnissen und Unzufriedenheit. 

Aber auch Informationsdefizite tangieren die menschliche Gesundheit drastisch. Sie sind fast verheerender als Informationsfluten, da eine Informationsflut eher vermeidbar ist. Welche Auswirkungen Informationsdefizite haben, bemerken wir seit Monaten am eigenen Leib. Die Pandemie ist geprägt von Informationsdefiziten. Wie geht es weiter? Was ist erlaubt und was nicht? Wann wird ein halbwegs normaler Alltag wieder möglich sein? Wird die Teletherapie wirklich funktionieren? Offene Fragen, die unser Nervenkostüm ganz schön strapazieren. Unser Gehirn hasst Informationsdefizite, weil es fortwährend bestrebt ist, Lücken zu füllen. Informationslücken werden automatisch durch Interpretationen gefüllt. So entstehen Gerüchte und Missverständnisse. 

Wie können Sie die Fluten und Defizite nun vermeiden? Die gesunde Mitte liegt in der Informationsbalance. Aus dem Rettungsdienst können wir lernen, Informationsdefizite zu minimieren und sogar ganz zu verhindern. Wenn ein Notruf in der Leitstelle eingeht, werden alle Informationen mittels W-Fragen in einer festgelegten Reihenfolge erfasst:
→   Wo ist der Notfallort?
→   Was ist passiert?
→   Wie viele Verletzte gibt es?
→   Welche Verletzungen und Erkrankungen liegen vor?

Ein Tipp: Hängen Sie sich im Teamraum ein ähnliches Schema auf, um Informationen lückenlos weiterzugeben. Dieses Konstrukt hat sich auch sehr bei Übergaben von Patienten oder Aufgaben bewährt. Wer soll was bis wann oder wie lange übernehmen? Damit Sie Ihr Team oder Ihre Patienten nicht mit Informationen überfluten, lohnt sich auch die Frage nach dem Informationsbedürfnis. Außerdem ist es wichtig, Informationen nicht einfach so hinzunehmen, sondern zu hinterfragen. 


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