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Kein gültiger Befreiungsausweis: Risiko beim Leistungserbringer

Wer Hilfsmittel an zuzahlungsbefreite Patienten abgibt, sollte sich immer einen gültigen Befreiungsausweis vorlegen lassen. Andernfalls drohen Einnahmeausfälle – so wie in aktuellen Fällen bei der Bundesknappschaft.

Stellt sich nachträglich heraus, dass ein Patient nicht zuzahlungsbefreit ist, verweigern immer mehr Krankenkassen die Nachberechnung über die gesetzliche Zuzahlung. Der Betrag geht dann zu Lasten des Leistungserbringers. Entsprechende Fälle häufen sich derzeit bei Versicherten der Bundesknappschaft.

Der Kostenträger begründet das Vorgehen folgendermaßen: Wird kein gültiger Befreiungsausweis vorgelegt, gilt ein Patient als zuzahlungspflichtig. Wer als Leistungserbringer dennoch darauf verzichtet, die Zuzahlung einzuziehen, trifft eine unternehmerische Entscheidung und trägt dafür das Risiko.

Versicherte dagegen können sich zu viel geleistete Zuzahlungen von der Krankenkasse zurückerstatten lassen. Haben Patienten den Befreiungsausweis nicht dabei, sollten Leistungserbringer die Zuzahlung einziehen und auf die Rückerstattung hinweisen.

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