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Praxiskauf: Vertragsänderungen bis zur Übergabe absichern

Käufern können finanzielle Überraschungen drohen, wenn in der Phase zwischen Kaufvertrag und Praxisübergabe Arbeitsverträge oder Mietverträge ohne Abstimmung geändert oder Praxisräume verändert werden.

Käufern können finanzielle Überraschungen drohen, wenn in der Phase zwischen Kaufvertrag und Praxisübergabe Arbeitsverträge oder Mietverträge ohne Abstimmung geändert oder Praxisräume verändert werden.

Kritische Phase zwischen Kaufvertrag und Praxisübergabe

Zwischen dem Abschluss des Kaufvertrages und der eigentlichen Praxisübergabe können einige Monate liegen. Aber erst mit dieser wird der Erwerber Eigentümer. In dieser Zeit kann viel geschehen: Mitarbeiterinnen können schwanger werden oder kündigen, es kann Ärger mit den Praxisräumen geben oder Inventar kann kaputt gehen. Manche Praxisabgeber nutzen die mildstimmende Zeit vor der Rente noch, um die Gehälter der Mitarbeiter stark zu erhöhen – für den Erwerber gerät dadurch die gesamte Kalkulation in Gefahr.

Zustimmung des Käufers zu Änderungen vereinbaren

Deshalb sollte es nicht nur selbstverständlich, sondern vor allem auch vertraglich abgesichert sein, dass der Abgeber bereits vor Übergabe der Praxis Änderungen bei Arbeitsverträgen und anderen Dauerschuldverhältnissen (Miete, Praxissoftware usw.) nur mit Zustimmung des Erwerbers vornehmen darf. Auch Ersatzbeschaffungen ab einem gewissen Wert (z.B. 1000 Euro) müssen von ihm zu genehmigen sein, schon damit er in seiner neuen Praxis nur mit den Gegenständen arbeiten muss, die er fachlich für richtig hält.

Schadensersatzanspruch und Kostenbeteiligung festlegen

Für den Fall, dass der Abgeber hiergegen verstößt, muss der Erwerber einen Schadensersatzanspruch in der Höhe der nicht abgestimmten Zahlungen – etwa dem Wert der Gehaltserhöhung der Mitarbeiter – haben. Umgekehrt sollte sich der Erwerber an den Kosten für Ersatzbeschaffungen, die er weiternutzen will, beteiligen.


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