PRAXISnah: "Eine ständige Weiterbildung finde ich sehr wichtig"

Kollegen über die Schulter schauen und voneinander lernen: Unter diesem Motto geben wir Einblicke in Besonderheiten anderer Praxen - diesmal mit Katrin Lank, Inhaberin einer Praxis für Logopädie in Backnang.

Das erste, was Sie morgens machen:
Nach dem ersten Kaffee gehe ich mit unserem Therapiehund Hugo raus. Hier tanken wir beide frische Luft für den Arbeitstag, den wir meist gemeinsam bestreiten.

Was ist an Ihrer Praxis anders als in anderen Praxen?
Wir sind sechs Therapeuten mit ganz unterschiedlichen Fachkompetenzen und können bei unseren Patienten alle logopädischen Störungsbilder therapieren. Zusätzlich bieten wir tiergestützte Therapie mit Hugo an.

Wie wird Ihr Team zum „Dreamteam“?
Wir machen viele gemeinsame Aktivitäten, vom täglichen Mittagessen bis zum großen Sommerfest mit der ganzen Familie. Wenn es etwas zu besprechen gibt, haben wir dafür sehr viel Raum.

Praxis-Outfit oder Freestyle?
Jeder darf bei uns tragen, was er möchte. Das spiegelt die Individualität der Mitarbeiter wieder. Für die Heim- und Hausbesuche haben wir eine Praxistasche mit Logo, hierdurch ist das Organisations- und Therapiematerial auch unterwegs gut verfügbar.

Wie gehen Sie mit dem Fachkräftemangel um?
Glücklicherweise haben wir derzeit ausreichend gute Fachkräfte. Es hat sich offenbar herumgesprochen, dass es bei uns nett ist.

Wie redselig sind Sie während der Behandlung: Smalltalk, intensive Gespräche oder Schweigen im Walde?
Das kommt auf die Situation an. Allerdings muss man als Logopäde dem Patienten viele Fragen stellen. Von daher sollte man als Therapeutin selbst auch etwas offen sein, damit das Gespräch keine Einbahnstraße wird.


Logopädie Lank
in Backnang

https://www.logopaedie-lank.de/


 

Wie machen Sie Ihre Praxis regional bekannt?
Kompetenz und Information sind ein gutes Aushängeschild für die Praxis. Ich halte deshalb in umliegenden Kindergärten, Schulen sowie Alten- und Pflegeheimen regelmäßig logopädische Fachvorträge.

Wie gestalten Sie Ihre Mittagspause?
Eine Runde mit dem Hund an der frischen Luft. Anschließend ist mir die gemeinsame Mittagspause mit den Mitarbeitern sehr wichtig.

Karteikarte oder Praxis-EDV – wie digital ist Ihre Praxis?
Eine ganz gesunde Mischung: Unsere Abrechnung, die Patientenkartei und die Warteliste laufen digital, hingegen die individuelle Terminplanung macht jeder Mitarbeiter bei uns ganz klassisch mit einem Kalender.

Es kann doch nicht sein, dass man für seine Leistungen nicht bezahlt wird, nur, weil man vergessen hat, irgendwo ein Häkchen zu setzen.
Katrin Lank, Logopädin

Facebook, Twitter oder Instagram?
Die Praxis hat eine Facebook-Seite, auf der wir hin und wieder aktuelle Infos, wie zum Beispiel Urlaubszeiten, und Hinweise zu Veranstaltungen – zusätzlich zu den klassischen Homepage-Informationen – veröffentlichen.

Wie bleiben Sie fachlich up-to-date?
Ich finde den fachlichen Austausch mit Kollegen über die Praxis hinaus sehr wichtig. Der Verband Logo Deutschland oder diverse andere Austauschrunden, wie beispielsweise das regelmäßige Ärzte-Therapeuten-Treffen sind hier sehr hilfreich.

Wie wichtig sind Fortbildungen für Sie?
Es darf kein Stillstand geben, eine ständige Weiterbildung finde ich sehr wichtig. Neben der eigenen und der Mitarbeiter-Förderung profitieren die Patienten zum Beispiel durch neu hinzugelernte Therapiekonzepte. Bei uns hat jeder meiner Mitarbeiter ein eigenes Fortbildungsbudget in der Höhe eines Monatsgehalts, über das er frei verfügen kann und das wird sehr gut angenommen.

Gesundheitsminister für einen Tag? Was würden Sie machen?
Viel Positives ist in der letzten Zeit schon passiert. Ich würde jetzt noch die Rezeptprüfpflicht vereinfachen oder zumindest dafür sorgen, dass man fehlerhafte Rezepte nachträglich korrigieren kann. Denn es kann doch nicht sein, dass man für seine Leistungen nicht bezahlt wird, nur, weil man vergessen hat, irgendwo ein Häkchen zu setzen.

Noch einmal auf Start – würden Sie alles nochmal genauso machen?
Mir macht meine Arbeit großen Spaß – gerade die Mischung aus Therapie und Praxisführung. Ich würde alles wieder genauso machen.

Therapeut auch nach Feierabend?
Wenn ich von Freunden und Bekannten um Rat gefragt werde, helfe ich natürlich auch in der Freizeit gerne weiter. Wenn ich die Praxistür zumache, stehen aber der Feierabend und andere Themen im Vordergrund.

Das letzte, was sie abends machen:
Neben Aktivitäten mit meiner Familie und Freunden gehe ich häufig zu meinem Pferd und reite in den umliegenden Wäldern aus. Dabei kann ich bestens abschalten.


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