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PRAXISnah: "Ich würde die Prüfpflicht abschaffen"

Kollegen über die Schulter schauen und voneinander lernen: Unter diesem Motto geben wir Einblicke in Besonderheiten anderer Praxen – diesmal mit der Logopädin Tanja Weskamp-Nimmergut, Inhaberin von Theralingua.

Wie wird Ihr Team zum Dreamteam?
Ich habe solche Dreamteams an allen meinen Standorten, und das liegt im Wesentlichen an den vielen tollen Leuten, die dort arbeiten. Wir selbst versuchen dabei einen möglichst engen Kontakt zu den Teams vor Ort zu pflegen und machen auch regelmäßig Events wie Sommerfeste oder Weihnachtsfeiern.

Praxis-Outfit oder Freestyle?
Wir haben es mal mit einem einheitlichen Praxis-Shirt versucht. Das konnte sich aber nicht durchsetzen, weil die eine Hälfte das zwar toll fand, die andere Hälfte aber nicht.

Wie machen Sie Ihre Praxis regional oder überregional bekannt?
Wir bringen zum Beispiel jeden Monat eine Postkarte mit einem lustigen Logopädiespruch heraus, die dann über die sozialen Medien verbreitet, aber auch an Multiplikatoren verteilt wird. So verschicken wir immer je einen Packen an alle 98 Logopädieschulen mit der Bitte, sie aufzuhängen oder zu verteilen.

Wie gestalten Sie die Mittagspause?
Ich hole um 12.30 Uhr meinen Sohn im Kindergarten ab und dann essen wir gemeinsam etwas. Bei der Nachmittagsbetreuung wechsle ich mich mit meinem Mann ab – der praktischerweise mit mir zusammen im gleichen Unternehmen arbeitet. Auch hier haben wir also ein Dreamteam.

Wir versuchen einen möglichst engen Kontakt zu den Teams vor Ort zu pflegen und machen auch regelmäßig Events.
Tanja Weskamp-Nimmergut, Logopädin

Karteikarte oder Praxis-EDV – wie digital ist Ihre Praxis?
Alle Praxen sind weitgehend digital. Nur die Dokumentation leider noch nicht, aber das steht für Ende des Jahres auf der Agenda.

Wie bleiben Sie fachlich up to date?
Zum einen bekomme ich natürlich allein schon durch meine Tätigkeit als Landesvorsitzende für Schleswig- Holstein im Deutschen Bundesverband für Logopädie viel mit. Zum anderen lese ich das Forum Logopädie, besuche diverse Fortbildungen und pflege enge Kontakte zu den Schulen und Hochschulen der Gegend.

Wie wichtig sind Fortbildungen für Sie?
Wir haben dafür sogar unsere eigene kleine Theralingua-Akademie. Die Seminare sind vor allem für unsere eigenen Mitarbeiter, stehen aber auch für Externe offen.

Gesundheitsminister für einen Tag? Was würden Sie machen?
Ich würde sofort die Prüfpflicht abschaffen. Denn das ist wirklich ein immenser Aufwand. Ich schätze, dass rund 60 Prozent aller Verordnungen geändert werden müssen.

Das Letzte, was Sie abends machen:
Ich lese ein Buch, am liebsten sogenannte „Cosy Crime“. Das sind so Wohlfühlkrimis für Frauen, bei denen ich wunderbar einschlafen kann.


Theralingua
Logopädische Praxen in Hamburg, Berlin und Norderstedt
https://theralingua.de/


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