PRAXISnah: "Lebendiges Miteinander ist Teil unserer Firmenphilosophie"

Kollegen über die Schulter schauen und voneinander lernen: Unter diesem Motto geben wir Einblicke in Besonderheiten anderer Praxen – diesmal mit Ariane Willikonsky, Inhaberin der FON Institute.

Das erste, was Sie morgens machen:
Ich trinke eine Latte Macchiato und plaudere mit meinen Kolleginnen.

Was ist an Ihrer Praxis anders als in anderen Praxen?
An unseren Standorten bieten wir Ergotherapie, Logopädie, Sprechpädagogik und Sprechkunst unter einem Dach an. Zudem haben wir ein sehr umfangreiches Angebot an Seminaren und Fortbildungen.

Wie wird Ihr Team zum „Dream-Team“?
Durch ein positives und herzliches Miteinander. Bei uns steht der Austausch im Mittelpunkt. Hierfür haben wir feste wöchentliche Teamsitzungen der Fachbereiche und der Fachteams, zwei interne Fortbildungstage pro Jahr und dann natürlich auch unsere gemeinsame Mittagspause. Zudem feiern wir auch gern zusammen und gehen zum Beispiel aufs Volksfest oder den Weihnachtsmarkt.

Praxis-Outfit oder Freestyle?
Wir haben Shirts, Jacken und Taschen. Das Outfit ist nicht Pflicht, aber es wird von den meisten gerne getragen. Besonders von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die viel auf Hausbesuchen sind.

Wie gehen Sie mit dem Fachkräftemangel um?
Da haben wir großes Glück. Tatsächlich sind bei uns gerade alle Stellen besetzt. Oft bewerben sich ehemalige Praktikanten oder Freunde von Mitarbeitern.

Wie redselig sind Sie während der Behandlung: Smalltalk, intensive Gespräche oder Schweigen im Walde?
In unseren Räumen wird stets und ständig geplaudert, privat und beruflich geht da immer durcheinander. Stimmengewirr und lebendiges Miteinander ist Teil unserer Firmenphilosophie.

Wie machen Sie Ihre Praxis regional bekannt?
Aufgrund unserer Größe, unseres umfangreichen Angebots und der zentralen Lage der Filialen sind wir bereits ziemlich bekannt. Über zu wenig Presseanfragen können wir uns zumindest nicht beschweren. Da kommt uns wahrscheinlich auch zu Gute, dass das Thema Sprechen und Kommunikation einfach sehr spannend ist. Und last but not least sind meine Tochter Patricia – sie leitet unsere Ergotherapie – und ich begeisterte Netzwerkerinnen.

Wie gestalten Sie Ihre Mittagspause?
Bei uns haben alle gleichzeitig Pause und wir sitzen dann alle zusammen um einen großen Tisch. Oft bringt jemand Kuchen mit. Einmal in der Woche sponsern wir das Essen.

Kartei-Karte oder Praxis-EDV – wie digital ist Ihre Praxis?
Wir haben noch Patientenakten und setzen auch sonst eher auf „echte“ Kommunikation mit Blickkontakt und zum Anfassen. Dennoch haben natürlich auch wir eine Praxissoftware. Wir arbeiten mit Theorg und haben einen eigenen Server, da wir filialübergreifend arbeiten.

Facebook, Twitter oder Instagram?
Im Bereich Social Media sind wir sehr aktiv. Wir sind bei linkedin, Facebook und Instagram, zudem bloggen wir und ich habe noch ein Youtubekanal.

Wie bleiben Sie fachlich up-to-date?
Wir lesen die Zeitschriften der Verbände, haben Google-Allerts zu den wichtigsten Fachbegriffen und tauschen uns untereinander aus. Im Team haben wir ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Da kann man viel Neues erfahren und über den Tellerrand schauen. Das finden wir alle sehr wertvoll.

Wie wichtig sind Fortbildungen für Sie?
Wir haben viele interne Fortbildungen. Zudem geben unsere Mitarbeiter alle Fortbildungen, die sie machen und ihr Wissen in den Fachteams an die Kolleginnen weiter. Aktuell planen wir ein internes WIKI, damit alle stets und ständig auf das geballte Wissen zugreifen können.

Noch immer kann man von einem einfachen Therapeutengehalt kaum eine Familie ernähren.
Ariane Willikonsky, Rhetorik- und Kommunikationstrainerin

Gesundheitsminister für einen Tag? Was würden Sie machen?
Es ist schön, dass sich etwas tut. Wir sind nun auf einem guten Weg, mehr Geld für die Mitarbeiter und hoffentlich bald weniger Bürokratie für uns. Der Anfang ist gemacht, aber das darf es noch nicht gewesen sein. Noch immer kann man von einem einfachen Therapeutengehalt kaum eine Familie ernähren.

Noch einmal auf Start – würden Sie alles nochmal genauso machen?
Oh, ja! Ich stehe jeden Tag auf und denke, was für ein großartiger Job und was für ein tolles Team ich doch habe. Allerdings hat der Tag zu wenig Stunden. Ich arbeite im Schnitt sicher zwölf bis 14 Stunden pro Tag und bin trotzdem nie fertig.

Therapeut auch nach Feierabend?
Die meisten Menschen finden meinen Job spannend. Ich selbst ja auch. Daher erzähle ich im privaten Umfeld gerne davon und gebe gerne Ratschläge.

Das Letzte, was sie abends machen:
Nach dem letzten Klienten und wenn alle Mitarbeiter weg sind, beantworte ich alle Mails und Nachrichten. Dann räume ich meinen Schreibtisch auf, denn ich mag es nicht, im Chaos zu beginnen. Danach falle ich vom Schreibtisch direkt ins Bett. Ich bin ein unverbesserlicher Workoholic.


FON Institut

in Bad-Cannstatt, Stuttgart Ost, Stuttgart Degerloch und Bolsterlang (Oberallgäu)

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