PRAXISnah: "Physiotherapeut zu werden war eigentlich mein Plan B"

Kollegen über die Schulter schauen und voneinander lernen: Unter diesem Motto geben wir Einblicke in Besonderheiten anderer Praxen - diesmal mit Jürgen Dizinger, Inhaber des Reha-Zentrums Plüderhausens bei Stuttgart.

Das erste, was Sie morgens machen:
Ich behandele den ersten Patienten. Danach habe ich kurz Zeit für einen Kaffee und die Tageszeitung – bevor dann der zweite Patient des Tages kommt.

Was ist an Ihrer Praxis anders als in anderen Praxen?
Unsere Therapeuten arbeiten schon lange bei uns und bringen eine entsprechend lange Berufserfahrung mit. Zudem sind wir alles ganz unterschiedliche Typen von Menschen, die auch ganz unterschiedlich arbeiten, sodass wir unseren Patienten eine große Bandbreite bieten können. Bei uns findet also jeder Topf seinen Deckel bzw. jeder Patient seinen passenden Therapeuten.

Wie wird Ihr Team zum Dreamteam?
Wir haben hier eine persönliche und familiäre Atmosphäre. Jeder weiß, dass er im Team gebraucht wird, damit alles reibungslos funktioniert – und da sind die Therapeuten genauso gemeint wie die Damen an der Rezeption.

Wie machen Sie Ihre Praxis regional bekannt?
Ich habe sehr lange Fußball- und Handballvereine betreut. Inzwischen bin ich dort nur noch Werbepartner, weil mir meine eigene Freizeit einfach etwas wichtiger geworden ist.

Wie gestalten Sie die Mittagspause?
Da ich in der Nähe der Praxis wohne, gehe ich meistens nach Hause, um Verwaltungsarbeit zu erledigen, eine Kleinigkeit zu essen und, wenn es die Zeit erlaubt, auch noch einen kleinen Power-Nap auf dem Sofa zu machen.

Facebook, Twitter oder Instagram?
Nichts dergleichen. Wir haben noch nicht einmal eine Website.

Gesundheitsminister für einen Tag. Was würden Sie machen?
Das liebste Kind des deutschen Staates ist die Bürokratie. Wenn ich also für einen Tag das Sagen hätte, würde ich die Zeit nutzen, um diesen ganzen Verwaltungsaufwand auf ein Minimum runterzufahren.

Noch einmal auf Start – würden Sie alles nochmal genauso machen?
Physiotherapeut zu werden war eigentlich nach dem Abitur nur mein Plan B. Zum Glück habe ich mich für diese Ausbildung entschieden, denn nach all den Jahren macht der Beruf mir noch immer riesig Spaß!

Therapeut auch nach Feierabend?
ch gehöre wahrscheinlich zu den wenigen Selbständigen, die ganz bewusst nicht nur für ihre Praxis leben. Mir ist mein Privatleben wichtig, und ich bin sicherlich auch kein Workaholic. Das heißt aber nicht, dass mich ein Kumpel nach der Arbeit nicht auch mal ansprechen kann, wenn ihm etwas wehtut.

Das Letzte, was Sie abends machen:
Da mache ich das Licht aus. Aber vorher gehe ich ein-, zweimal die Woche bei dem „Elektriker meines Vertrauens“ vorbei. Dort treffen sich nämlich immer die Handwerker aus der Umgebung zum Feierabendbier. Und da ich meinen Beruf auch als Handwerk ansehe, fühle ich mich in dieser Runde sehr gut aufgehoben.

Wenn ich also für einen Tag das Sagen hätte, würde ich die Zeit nutzen, um diesen ganzen Verwaltungsaufwand auf ein Minimum runterzufahren.
Jürgen Dizinger, Physiotherapeut

Praxis-Outfit oder Freestyle?
Im Moment habe ich ein AC/DC-T-Shirt an. Will sagen: Jeder darf bei uns anziehen, was er will. Wir sind alles unterschiedliche Individuen, und das darf der Patient auch ruhig sehen.

Wie gehen Sie mit dem Fachkräftemangel um?
Unsere Mitarbeiter arbeiten fast alle schon zehn bis 20 Jahre bei uns. Und das verhindert natürlich, dass man ständig neue Mitarbeiter suchen muss. Allerdings geht der Fachkräftemangel auch nicht spurlos an uns vorbei: Ich könnte locker noch einen weiteren Mitarbeiter einstellen, wenn ich denn einen fände.

Smalltalk, intensive Gespräche oder Schweigen im Walde: Wie redselig sind Sie während der Behandlung?
Das hängt vom Patienten ab. Und derselbe Patient möchte vielleicht montags sein Herz ausschütten, um dann freitags plötzlich seine Ruhe haben zu wollen. Darauf muss ich mich als Therapeut einstellen können und die entsprechende Sensibilität dafür mitbringen.

Wie machen Sie Ihre Praxis regional bekannt?
Ich habe sehr lange Fußball- und Handballvereine betreut. Inzwischen bin ich dort nur noch Werbepartner, weil mir meine eigene Freizeit einfach etwas wichtiger geworden ist.

Wie gestalten Sie Ihre Mittagspause?
Da ich in der Nähe der Praxis wohne, gehe ich meistens nach Hause, um Verwaltungsarbeit zu erledigen, eine Kleinigkeit zu essen und, wenn es die Zeit erlaubt, auch noch einen kleinen Powernap auf dem Sofa zu machen.

Karteikarte oder Praxis-EDV – wie digital ist Ihre Praxis?
Wir haben Theorg und machen alles digital.

Facebook, Twitter oder Instagram?
Nichts dergleichen. Wir haben noch nicht einmal eine Website. Das mag ungewöhnlich sein, aber man kennt uns hier im Ort ohnehin, und wenn man einen Termin haben oder absagen möchte, ist es ohnehin besser, wenn man das telefonisch macht.

Wie bleiben Sie fachlich up-to-date?
Fortbildung, Fachzeitschriften, Internet und Austausch mit Kollegen.

Wie wichtig sind Fortbildungen für Sie?
Die sind nach wie vor wichtig, selbst wenn ich schon 34 Jahre in dem Beruf arbeite und eine entsprechende Berufserfahrung mitbringe. Trotzdem ist es natürlich wichtig, dass man seine Arbeit auch immer wieder hinterfragt und auf den aktuellen Stand bringt.

Gesundheitsminister für einen Tag? Was würden Sie machen?
Das liebste Kind des deutschen Staates ist die Bürokratie. Und gerade im Gesundheitsbereich leiden darunter alle. Wenn ich also für einen Tag das Sagen hätte, würde ich die Zeit nutzen, um diesen ganzen Verwaltungsaufwand auf ein Minimum runterzufahren. Damit wir alle wieder mehr Zeit für unsere Patienten haben.

Noch einmal auf Start – würden Sie alles nochmal genauso machen?
Physiotherapeut war eigentlich nach dem Abitur nur mein Plan B bei der Berufswahl. Zum Glück habe ich mich für diese Ausbildung entschieden, denn nach all den Jahren macht der Beruf mir noch immer riesig Spaß und begeistert mich immer wieder aufs Neue!

Therapeut auch nach Feierabend?
Ich gehöre wahrscheinlich zu den wenigen Selbständigen, die ganz bewusst nicht nur für ihre Praxis leben. Mir ist mein Privatleben wichtig und ich bin sicherlich auch kein Workaholic. Das heißt nicht, dass mich ein Kumpel nach der Arbeit nicht auch mal ansprechen kann, wenn ihm etwas wehtut. Aber zur Behandlung soll er dann doch in die Praxis kommen.

Das letzte, was sie abends machen:
Da mache ich das Licht aus. Aber vorher gehe ich ein, zweimal die Woche bei dem „Elektriker meines Vertrauens“ vorbei. Dort treffen sich nämlich immer die Handwerker aus der Umgebung zum Feierabendbier. Und da ich meinen Beruf auch als Handwerk ansehe, fühle ich mich in dieser Runde sehr gut aufgehoben.


Jürgen Dizinger

Rehazentrum Plüderhausen
Wittumhof 6
73655 Plüderhausen


 


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