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Schwierige Mitarbeiter? Gibt’s nicht!

Wie gelingt gute Führung? Das fragen sich viele Führungskräfte. Fünf hilfreiche Tipps verrät die selbstständige Ergotherapeutin und Coach Barbara Freitag-Herse in der Thieme-Serie praxisprofi.

 

Wir Praxisinhaber und Therapeuten in leitender Funktion sind momentan in einer fantastischen Situation, die uns vermutlich erst in zehn bis 15 Jahren klar wird, wenn wir zurückblicken. Denn: Wir haben keine Ahnung von Führung. Und das ist die beste Chance unserer Zeit! 

Denn wir können ein neues Selbstverständnis von gesundem Führen etablieren. Wir können es schaffen, dass unsere Mitarbeiter gern zur Arbeit kommen, dass alle sich untereinander respektvoll begegnen und niemand vor uns als Chef Angst haben muss. Fünf Punkte sind wichtig, um konstruktiv und langfristig Veränderungen herbeizuführen.

Fünf goldene Regeln für die Mitarbeiterführung

Selbstreflexion

Was genau nervt mich an dem Verhalten von X? Ist er faul? Was empfinde ich als faul? Lebe ich ihm vor, was ich erwarte? Wo können meine Mitarbeiter mich in der Faulheit beobachten? Gibt es Dinge, die ich schon länger aufschiebe, über die ich selbst lieber jammere, als sie zu ändern? 

Klare Kommunikation – miteinander, nicht übereinander

Habe ich klar kommuniziert, was ich erwarte? Habe ich mich versichert, dass auch angekommen ist, was ich erwarte? Habe ich dafür Sorge getragen, dass die wichtigen Abläufe in meiner Praxis einsehbar sind? Habe ich der Mitarbeiterin, die mich durch ihr ständiges Twittern nervt, klar gesagt, dass ich das während der Arbeitszeit nicht will?

Respekt – Spiegel statt Brille macht handlungsfähig!

Dass sich Menschen spiegeln, sollte gerade uns Therapeuten klar sein, und das Wort Respekt steht in jedem Unternehmensleitbild und gilt als selbstverständlich. Unsere Welt sieht aber anders aus. Mitentscheidend dafür ist die Unachtsamkeit. Aus Versehen schlüpfen uns Respektlosigkeiten durch die Gedanken und über die Lippen. Behandle ich mich und den Mitarbeiter respektvoll, wenn ich an ihn als Faulpelz, Drückeberger oder Labertasche denke, ihm also einen Stempel verpasse, an dem er zwar seinen Anteil hat, den er aber selbst nicht entfernen kann? Eines der wichtigsten Axiome des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) besagt, dass jedes Verhalten positiv motiviert ist. Die Quasselstrippe hat vielleicht die Absicht, etwas mehr Gemeinschaftsgefühl ins Team zu bringen. Der Nörgler hat vielleicht ein hohes Bedürfnis nach Sicherheit und sorgt sich um den langfristigen Fortbestand der. Nur mit Respekt vor diesen Bedürfnissen wird sich Ihr Gegenüber gesehen und gehört fühlen. 

Konsequenz

Klare Regeln und Konsequenzen geben – ähnlich wie die Leitplanken an der Autobahn – Halt und Sicherheit. Einen Mitarbeiter, der durch sein Verhalten trotz allen Respekts und aller Selbstreflexion Ihrerseits und klarer Kommunikation ein Störfaktor in ihrem Team ist, werden sie dauerhaft konsequent behandeln müssen, um ihr restliches Team zu schützen. Das bedeutet in letzter Konsequenz manchmal auch Kündigung. 

Zeit

Nehmen Sie sich Zeit für die eigene Entwicklung und die Ihres persönlichen Führungsstils. Erlauben Sie sich zu lernen. Atmen Sie durch. Sie müssen das nicht können, Sie dürfen es langsam lernen. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier, einen Bierdeckel oder eine Serviette, je nachdem, wo Sie gerade sind. Schreiben sie fünf Dinge auf, die Ihnen heute gut gelungen sind, und eine Sache, die sie beim nächsten Mal anders machen wollen und wie. Diese kostenlose Fortbildung kostet Sie zehn Minuten, jedoch täglich! Starten Sie heute und blicken Sie in vier Wochen darauf zurück, was sich verändert hat. Sie werden staunen, wie Sie sich selbst und ihr Team entwickeln können, wenn Sie sich den Raum und die Zeit dafür geben. 

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