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TSVG: Vorschau auf die bundesweiten Höchstpreise

Bis Ende Juni sollen die neuen bundesweiten Höchstpreise für therapeutische Leistungen veröffentlicht werden. Wir bieten einen ersten Einblick: So dürfte die Steigerung für einzelne Positionen ausfallen.

Zehn Prozent mehr? In manchen Regionen sogar 20 oder 30 Prozent? Zu den geplanten bundeseinheitlichen Höchstpreisen kursieren aktuell viele Zahlen. Verallgemeinern lässt sich keine davon. Damit Sie sich dennoch einen ersten Einblick in die mögliche Vergütung ab 1. Juli 2019 verschaffen können, haben wir die voraussichtlichen Preise für einige Positionen beispielhaft zusammengestellt. Auch bereits beschlossene Preiserhöhungen für spätere Zeitpunkte sind dabei berücksichtigt – laut TSVG werden sie zum 1. Juli 2019 vorgezogen.

Für die Abrechnung gilt: Verbindlich ist einzig und allein die Liste mit den Höchstpreisen, die der GKV-Spitzenverband bis 30. Juni 2019 veröffentlichen soll. Sobald die Liste vorliegt, informieren wir Sie automatisch per E-Mail – sofern Sie unseren Newsletter abonniert haben.



Physiotherapie


Die voraussichtlichen bundesweiten Höchstpreise vergleichen wir zur Veranschaulichung mit den aktuellen Preisen bei der AOK in Baden-Württemberg sowie bei den Ersatzkassen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

  • Die Krankengymnastische Behandlung (KG), auch auf neurophysiologischer Grundlage, wird bei Patienten der AOK Baden-Württemberg derzeit mit 19,33 Euro vergütet. Bei den Ersatzkassen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind es 19,58 Euro. Ab 1. Juli 2019 gilt voraussichtlich der folgende einheitliche Preis: 21,11 Euro.
  • Die Manuelle Therapie soll ab 1. Juli 2019 mit 25,35 Euro vergütet werden. Zum Vergleich: Bei der AOK in Baden-Württemberg sind es derzeit 22,55 Euro, bei den Ersatzkasssen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen 22 Euro.
  • Für die Manuelle Lymphdrainage Großbehandlung tritt voraussichtlich ein Höchstpreis von 38,42 Euro in Kraft – in unseren Beispielen sind es aktuell 34,20 Euro bzw. 31,41 Euro.
  • Für die Manuelle Lymphdrainage Teilbehandlung können ab 1. Juli 2019 voraussichtlich 25,62 Euro abgerechnet werden. Bisher waren es in unseren Beispielen 22,80 Euro bzw. 21,44 Euro.
  • Auch bei Hausbesuchen ist eine deutliche Steigerung zu erwarten: Bei der AOK in Baden-Württemberg liegt die Pauschale derzeit bei 13 Euro, bei den Ersatzkassen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei 13,92 Euro. Der voraussichtliche bundeseinheitliche Preis beträgt 16,22 Euro.  

 

Klicken Sie auf die einzelnen Bundesländer, um mehr Informationen zu den umsatzstärksten Positionen zu erhalten. Die interaktive Infografik wurde zur Verfügung gestellt von PHYSIO-DEUTSCHLAND. Mehr TSVG-Informationen von PHYSIO-DEUTSCHLAND finden Sie auf der Website des Berufsverbandes.
 


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Ergotherapie


Die voraussichtlichen bundesweiten Höchstpreise vergleichen wir zur Veranschaulichung mit den aktuellen Preisen bei IKK, BKK und Knappschaft in Baden-Württemberg sowie bei den Ersatzkassen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen.

  • Die ergotherapeutische Einzelbehandlung bei sensomotorischen/perzeptiven Störungen wird bei Patienten der IKK, BKK und Knappschaft in Baden-Württemberg derzeit mit 46,99 Euro vergütet. Bei den Ersatzkassen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen sind es 42,50 Euro. Ab 1. Juli 2019 gilt voraussichtlich der folgende einheitliche Preis: 52,50 Euro.
  • Ergotherapeutische Einzelbehandlung bei motorischen Störungen soll ab Juli 2019 mit 39 Euro vergütet werden. Zum Vergleich: Bei der IKK, BKK und Knappschaft in Baden-Württemberg sind es derzeit 35,20 Euro, bei den Ersatzkasssen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen 31,97 Euro.
  • Für die ergotherapeutische Einzelbehandlung bei psychischen Störungen tritt voraussichtlich ein Höchstpreis von 65,72 Euro in Kraft – in unseren Beispielen sind es aktuell 59,31 Euro bzw. 53,65 Euro.
  • Für die Funktionsanalyse und Anamnese bzw. die Analyse des ergotherapeutischen Bedarfs können ab 1. Juli voraussichtlich 29,09 Euro abgerechnet werden. Bisher waren es in unseren Beispielen 26,26 Euro bzw. 23,78 Euro.
  • Auch bei Hausbesuchen ist eine deutliche Steigerung zu erwarten: Bei der IKK, BKK und Knappschaft in Baden-Württemberg liegt die Pauschale derzeit bei 15,48 Euro, bei den Ersatzkassen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen bei 13,98. Der voraussichtliche bundeseinheitliche Preis beträgt 17,79 Euro.

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Logopädie


Die voraussichtlichen bundesweiten Höchstpreise vergleichen wir zur Veranschaulichung mit den aktuellen Preisen bei der AOK Baden-Württemberg sowie bei den Ersatzkassen in Sachsen (dbl, dba, dbs).

  • Die logopädische Erstbefundung wird ab 1. Juli 2019 voraussichtlich mit 95,59 Euro vergütet. Zum Vergleich: Bei der AOK in Baden-Württemberg sind es derzeit 85 Euro, bei den Ersatzkassen in Sachsen 80,25 Euro.
  • Die logopädische Behandlung von 45 Minuten wird bei Patienten der AOK Baden-Württemberg derzeit mit 49,50 Euro vergütet. Bei den Ersatzkassen in Sachsen sind es 43,18 Euro. Ab 1. Juli 2019 gilt voraussichtlich der folgende einheitliche Preis: 55,64 Euro.
  • Der Hausbesuch inkl. Wegegeld (Positionsnummer 39933) wird ab 1. Juli 2019 voraussichtlich mit 17,46 Euro vergütet. Bei den Ersatzkassen in Sachsen sind es aktuell 14,63 Euro. Ein Vergleich mit den aktuellen Preisen bei Primärkassen ist nicht aussagekräftig, da das Wegegeld hier als separate Position geführt wird. Ob dieser Unterschied im Rahmen der bundeseinheitlichen Preise augeglichen werden, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt.

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Podologie


Die voraussichtlichen bundesweiten Höchstpreise vergleichen wir zur Veranschaulichung mit den aktuellen Preisen bei der AOK Baden-Württemberg sowie bei den Ersatzkassen in den neuen Bundesländern.

  • Die Podologische Komplexbehandlung soll ab Juli 2019 mit 37,78 Euro vergütet werden. Zum Vergleich: Bei der AOK Baden-Württemberg und bei den Ersatzkassen in den neuen Bundesländern sind es aktuell 33,50 Euro.
  • Der Hausbesuch inkl. Wegegeld (Einsatzpauschale) wird ab 1. Juli 2019 voraussichtlich mit 14,83 Euro vergütet. Bei den Ersatzkassen in den neuen Bundesländern sind es aktuell 11,36 Euro. Bei der AOK in Baden-Württemberg liegt die Vergütung derzeit bei 12,75 Euro.


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