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Unterbrechungsfristen: Das sollten Therapeuten wissen

Immer wieder werden Rezepte von Krankenkassen abgesetzt, weil die Therapie zu spät begonnen oder zu lange unterbrochen wurde. Wir zeigen die Grundregeln für Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden.

Wer als Physiotherapeut, Ergotherapeut oder Logopäde eine Behandlung zu spät beginnt, riskiert eine Komplettabsetzung. Bei einer zu langen Unterbrechung folgt in der Regel eine Absetzung aller folgenden Behandlungen. Die Fristen sind in den Rahmenverträgen zwischen Verbänden und Krankenkassen geregelt, die sich je nach Kasse und Bundesland unterscheiden. Es gibt jedoch einige Grundregeln, die für Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie gelten.

Spätester Behandlungsbeginn
  • Es gilt das Datum, das der Arzt unter "spätester Behandlungsbeginn" auf dem Rezept eingetragen hat.
  • Fehlt die Angabe zum spätestens Behandlungsbeginn, müssen Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden die Behandlung innerhalb von 14 Tagen ab Ausstellungsdatum des Rezepts beginnen.
  • In begründeten Ausnahmefällen erlauben einige Krankenkassen einen späteren Behandlungsbeginn. Die Abweichung muss zwischen Therapeut und Arzt vereinbart werden. Die Begründung ist unten links auf der Rezeptrückseite mit Datum und Handzeichen einzutragen.
Maximale Behandlungsunterbrechung
  • 14 Kalendertage. Unsere Erfahrungen zeigen, dass eine Wiederaufnahmen am 14. Kalendertag zu empfehlen ist. Wird die Behandlung erst am 15. Tag fortgesetzt, kann es zu Absetzungen kommen.
  • In folgenden begründeten Ausnahmefällen erlauben zahlreiche Krankenkassen eine längere Unterbrechung:
    therapeutisch indizierte Unterbrechung in Abstimmung mit dem Arzt (T)
    Krankheit des Patienten bzw. des Therapeuten (K)
    Urlaub des Patienten bzw. des Therapeuten (F)

Die Buchstaben-Kürzel sind zusammen mit Datum und Handzeichen auf der Rezept-Rückseite zu dokumentieren. Auch ein Reha-Aufenthalt des Patienten wird mit dem Vermerk „Reha“ von den Krankenkassen erfahrungsgemäß akzeptiert. Kuren als Begründung werden dagegen in der Regel abgelehnt. Ausnahme: Bei der AOK Baden-Württemberg dürfen Kuren genau wie eine krankheitsbedingte Unterbrechung mit dem Kürzel "K" vermerkt werden.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, nutzt einfach die Vorabprüfung durch Optica. Verordnungen zu Lasten von AOK und DAK, bei denen Korrekturen nach Absetzungen erfahrungsgemäß nicht oder nur schwer möglich sind, werden dann nach 22 Kriterien geprüft – darunter auch die Fristen für Behandlungsbeginn und Behandlungsunterbrechung. Gerne machen wir Ihnen ein Angebot.

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