PRAXISnah: „Das Wichtigste ist Teamwork."

Kollegen über die Schulter schauen und voneinander lernen: unter diesem Motto geben wir Einblicke in Besonderheiten anderer Praxen. Heute mit Zvonimir Udovc und Rainer Jürgens, den Inhabern des PTZ Höchst.

Praxisnah in Höchst

Was ist das Besondere an Ihrer Praxis?

Zvonimir Udovc: Das Besondere ist meine Partnerschaft mit Rainer, die nun schon seit 30 Jahren funktioniert. Besser als manche Ehe seit 30 Jahren!

Rainer Jürgens: Dem muss ich jetzt natürlich beipflichten (lacht). Wir kennen uns aber auch schon fast ein ganzes Leben lang – seitdem wir als Jugendliche zusammen Handball gespielt haben.

Wie hat Ihre berufliche Zusammenarbeit angefangen?

Jürgens: Erst waren wir nur zu zweit, in einer kleinen Praxis, ohne Anmeldung oder Buchhaltung. Aber wir haben uns dann schnell vergrößert, heute haben wir rund 700 Quadratmeter, 25 Mitarbeiter:innen und 35 eigene Parkplätze – das ist in einer Stadt wie Frankfurt ein echter Standortvorteil!

Udovc: Und das Besondere ist sicherlich auch, dass wir nicht nur mit der Praxis das ganze Behandlungsspektrum abbilden, sondern dass wir beide selbst dafür die entsprechenden Aus- und Fortbildungen haben. Wir wollten uns einfach nie von irgendwelchen Mitarbeiter:innen abhängig machen.

Gibt es zwischen Ihnen beiden eine bestimmte Arbeitsaufteilung?

Udovc: Ich bin mehr für organisatorische Dinge und Personalführung zuständig und Rainer ist mehr so der „Schaffer“ an der Bank. Aber letztlich stimmen wir natürlich alle wichtigen Dinge gemeinsam ab.

Eine Praxis ist nur dann erfolgreich, wenn es auch im Team stimmt. Ihr Rezept dafür?

Jürgens: Das Wichtigste ist: Teamwork! Damit die Zusammenarbeit klappt, haben wir immer versucht, dafür zu sorgen, dass die Stimmung untereinander gut ist. Denn wenn die stimmt, funktioniert alles andere auch.

Udovc: Dazu gehört natürlich auch, dass wir kaum eine Gelegenheit zum Feiern auslassen. Wie jetzt unser 30-jähriges Jubiläum, das wir wegen Corona zwar nicht mit einem großen Fest, aber doch wenigstens mit einem tollen Teamevent gefeiert haben.

Haben Sie Probleme, neue Mitarbeiter:innen zu bekommen?

Jürgens: Wir sind ständig auf der Suche. Zurzeit versuchen wir es verstärkt über soziale Medien. Hier profitieren wir davon, dass Zvonimirs Tochter Milena (auf dem Foto rechts in der Mitte), die übrigens auch irgendwann einmal diese Praxis übernehmen soll, in solchen Sachen fit ist und sich viel besser auskennt.

Udovc: Es gibt wahrscheinlich kaum eine größere Praxis hier in Deutschland, die nicht auf der Suche nach neuen Mitarbeiter:innen ist. Wir sind stets bemüht motivierte Kolleg:innen zu finden und langfristig einzustellen. Dabei liegt unser Fokus auf der Aus- und Fortbildung von neuen Mitarbeiter:innen. Diese sind nun einmal unsere wertvollste Ressource. Diesbezüglich versuchen wir auch mit ausreichend Fortbildungstagen und Zuschüssen so gut es geht zu unterstützen.

Wie würden Sie sich selbst auf der Workaholic-Skala von 1 bis 10 einordnen?

Jürgens: 11!

Udovc: Bei dir hätte ich wahrscheinlich sogar eher 11,5 gesagt. Ich selbst versuche in den letzten Jahren etwas kürzer zu treten und bin inzwischen wohl eher bei 7. Das ist dann aber natürlich immer noch eine 40 Stunden/Woche plus X. Im Vergleich zu früher, als eine 60- bis 70-Stundenwoche die Regel war, ist das heute aber purer Luxus.

Wie digital ist Ihre Praxis?

Udovc: Wir waren da schon immer recht schnell und früh dabei. Und seitdem meine Tochter bei uns eingestiegen ist, hat sich das noch einmal beschleunigt. Sie hat da viele Ideen und das finden wir auch gut so.

Jürgens: Wir stellen jetzt zum Beispiel um, damit wir die Anamnese am Tablet machen und diese dann gleich in die E-Akte überführen können. Das ist ein Pilotprojekt von uns, das nach dem Sommer startet und von dem wir uns viel versprechen.

Udovc: Nur wegen dem Rezept sind wir dann noch nicht ganz papierlos. Aber das wird sich ja hoffentlich in absehbarer Zeit auch ändern.

Was würden Sie machen, wenn Sie Gesundheitsminister für einen Tag wären – erstmals dann als Doppelspitze?

Udovc: (lacht) Ich würde als Gesundheitsminister den Menschen noch mehr Verantwortung für den eigenen Körper und für die eigene Gesundheit übertragen. Dazu gehört nicht zuletzt, dass die Gesundheitsprävention deutlich ausgebaut werden müsste.

Jürgens: Und ich würde auch den Therapeuten mehr Verantwortung übertragen, sodass sie selbständiger und eigenverantwortlicher mit den Patienten arbeiten können. Das heißt dann natürlich auch: Direktzugang zu Therapeuten!

PTZ Höchst

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