VdSH und Berufsverbände bündeln Expertise für praxistaugliche Digitalisierung im Heilmittelbereich

Gemeinsamer Austausch führt Versorgungsperspektive, Patienteninteressen und digitale Umsetzungskompetenz zusammen

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Berlin/Stuttgart, 29. September 2026. 

Berufsverbände und der Verband für digitale Standards im Heilmittelbereich e. V. (VdSH) tauschen sich zu zentralen Fragen der Digitalisierung im Heilmittelbereich aus. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Prozesse so gestaltet werden können, dass sie im Alltag der Heilmittelpraxen funktionieren, Therapeutinnen und Therapeuten entlasten und die Versorgung von Patientinnen und Patienten verbessern.

Die Zusammenarbeit verbindet unterschiedliche, gleichwertige Kompetenzen: Die Berufsverbände vertreten die fachliche Perspektive der Heilmittelerbringenden und bringen die Anforderungen aus der Versorgungspraxis ein. Der VdSH ergänzt diese Perspektive durch seine Expertise zu digitalen Prozessen, Standards, Schnittstellen und technischer Umsetzung.

Gemeinsam betrachten die Beteiligten Anforderungen, die sowohl den Bedürfnissen der Heilmittelpraxen als auch den technischen Rahmenbedingungen digitaler Anwendungen gerecht werden. Ziel ist es, fachlich begründete Anforderungen aus der Versorgungspraxis mit digitalen Standards und technischen Umsetzungsmöglichkeiten zu verbinden, damit Lösungen entstehen, die im Praxisalltag tatsächlich nutzbar sind.

„Die Digitalisierung im Heilmittelbereich wird dann ein Fortschritt, wenn sie im Praxisalltag funktioniert und die Versorgung verbessert“, sagt Dr. Jan Helmig, Vorstand des VdSH. „Dafür reicht es nicht, bestehende Papierprozesse digital abzubilden. Fachliche Anforderungen, digitale Standards, technische Umsetzung und Versorgungsperspektive müssen frühzeitig zusammengeführt werden. Genau hier sieht der VdSH seine Aufgabe: Wir bringen Prozess- und Standardkompetenz ein.“

Der gemeinsame Anspruch: Digitalisierung soll nicht zusä tzliche Bü rokratie erzeugen, sondern im Alltag entlasten. Therapeutinnen und Therapeuten sollen mehr Zeit für die eigentliche Versorgung aufwenden können – statt für vermeidbare Verwaltungs- und Abstimmungsprozesse. Dazu braucht es digitale Prozesse, die Versorgung, Dokumentation, Kommunikation und Abrechnung sinnvoll miteinander verbinden.

„Praxistaugliche Digitalisierung entsteht nicht allein durch technische Spezifikationen“, sagt Dr. Jochen Pfänder, Vorstand des VdSH. „Entscheidend ist, dass digitale Standards in den Systemen der Praxen, der Abrechnungsdienstleister und der weiteren Beteiligten verlä sslich umgesetzt werden können. Dafü r braucht es klare Schnittstellen, offene Standards und einen engen Austausch zwischen Versorgungspraxis und technischer Umsetzung.“

In den Gesprächen geht es darum, zentrale Anforderungen an Praxistauglichkeit, Interoperabilität und technische Anschlussfähigkeit im Heilmittelbereich weiter zu konkretisieren. Dazu gehören insbesondere durchgängige digitale Prozesse, praktikable Korrekturprozesse, eine schnelle Leistungsdokumentation, beschleunigte Zahlungsabwicklung sowie Sonderfälle in der Praxisorganisation. Auch europäische Anforderungen im Zusammenhang mit dem European Health Data Space (EHDS) werden hierbei frühzeitig mitgedacht.

Ein konkreter Anlass fü r die gemeinsame Befassung mit diesen Fragen ist die Kommentierungsphase der gematik zum fachlichen Soll-Prozess der elektronischen Heilmittelverordnung. Die dort gewonnenen Erkenntnisse sollen genutzt werden, um bedarfsorientierte Anforderungen aus Praxis, Patientenversorgung und digitaler Umsetzung in den weiteren Prozess einzubringen.

An den bisherigen Gesprächen beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie, darunter der Bundesverband für Ergotherapeut:innen in Deutschland e. V. (BED), der Bundesverband für Podologie e. V., der Deutsche Verband Ergotherapie e. V. (DVE), der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e. V., Physio Deutschland – Deutscher Verband für Physiotherapie e. V., podo Deutschland – Deutscher Verband für Podologie (ZFD) e. V., der Verband deutscher Podologen e. V. (VDP) und der Verband für Physiotherapie – Vereinigung für die physiotherapeutischen Berufe (VPT) e. V.

Über den VdSH e. V.

Der Verband für digitale Standards im Heilmittelbereich e. V. (VdSH) setzt sich für praxistaugliche, interoperable und offene digitale Standards im Heilmittelbereich ein. Ziel ist es, digitale Prozesse so zu gestalten, dass sie Heilmittelpraxen im Alltag entlasten und eine durchgängige digitale Versorgung unterstützen, von der Verordnung über die Leistungserbringung bis zur Abrechnung.

Pressekontakt

VdSH e. V. – Verband für digitale Standards im Heilmittelbereich
Unter den Linden 10
10117 Berlin
Virgil Grymonprez
presse@vdsh.org 
Tel +49(0)170 2848 998


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