Quittierungsbogen vor dem Aus: Digitale Werkzeuge für Hebammen

Digitale Werkzeuge erleichtern die Hebammenarbeit. Dabei halten viele Geburtshelferinnen noch an Zettel und Stift fest. Fest steht aber auch: Die Digitalisierung macht vor der Hebammenpraxis nicht Halt. Deswegen sind diejenigen gut beraten, die sich jetzt langsam an digitale Werkzeuge herantasten.

Am Ende steht im Arbeitsalltag von Hebammen immer noch das Papier: Papier ist geduldig, es war immer schon da und es füllt beständig die gewohnten Regale in den Praxisräumen. Auch wenn die Digitalisierung unaufhaltsam voranschreitet und Quittierungsbögen zunehmend durch die elektronische Leistungsbestätigung (eLB) ersetzt werden, ist die handschriftliche Unterschrift der Patientinnen nach wie vor das Maß aller Dinge, wenn es um die Abrechnung mit den meisten Krankenkassen geht. Das wird sich in absehbarer Zukunft ändern: Die Digitalisierung nimmt im Gesundheitswesen mit der fortschreitenden Einführung der Telematikinfrastruktur an Fahrt auf und wird auch vor der Hebammenpraxis keinen Halt machen. Frischen Wind erfährt die Digitalisierung durch Krankenkassen-Vorreiter, die bereits auf eine vollständig digitale Abrechnung setzen, verbunden mit einem kürzeren Liquiditätsfluss, der schneller Geld in die Kassen der Hebammenpraxis spült.

Schritt für Schritt an digitale Werkzeuge herantasten

Das Papier kann mit den Vorteilen digitaler Prozesse langfristig nicht mithalten. Deshalb tun Hebammen gut daran, sich Schritt für Schritt mit der Technik anzufreunden: „Ich habe mein Papier geliebt. Aber ich schätze die Digitalisierung insbesondere bei der Dokumentation und Abrechnung“, so die freie Hebamme Janette Harazin, die mit ihrem neunköpfigen Team seit einigen Jahren Erfahrungen mit digitalen Werkzeugen sammelt. Sie ist sich sicher: „Die Digitalisierungspflicht wird kommen. Wir müssen da mitgehen. Es ist sinnvoll, sich langsam heranzutasten und darauf einzustellen.“ Wo viele Hebammen noch fest mit Papier und Stift verbunden sind und sich schwertun, das Tablet beim Hausbesuch zu zücken, ist Digitalisierung für die Frauen, die sie betreuen, längst Normalität. Sie sind es gewöhnt, Termine spät am Abend gemütlich vom Sofa über eine App zu vereinbaren, On-Demand Kurse dann online zu besuchen, wenn es gut in ihren Tagesablauf passt und ihre Teilnahme einfach per Mausklick zu bestätigen, statt weiter den Stift für eine handschriftliche Unterschrift hervorzuholen. 

Weil Zeit Geld ist: Mit digitalen Werkzeugen Zeit sparen

Die Digitalisierung verspricht Hebammen mehr Zeit für die Frauen, weniger Ressourcen für die Verwaltung, das Aus für Drucker und Papier und nicht zuletzt mehr Liquidität, denn Zeit ist Geld, das nicht länger in umweltbelastende Aktenregale gefüllt mit bedrucktem Papier fließen muss. Dabei sind einige Krankenkassen schon Vorreiter in digitalen Prozessen: Dort ist es dann möglich, Honorare mit der elektronischen Leistungsbestätigung (eLB) bereits nach drei bis fünf Tagen überwiesen zu bekommen, statt wie bisher erst nach guten sechs Wochen. Dafür bestätigt die Patientin in ihrer Krankenkassen-App die Zusammenarbeit mit ihrer Hebamme. Über eine Hebammensoftware, wie die von Optica-Partner Hebamio, kann dann nach erfolgter Behandlung eine Anfrage für eine Terminbestätigung versendet werden. Nachdem die werdende oder junge Mutter den Termin per Mausklick bestätigt hat, sieht die Hebamme dies in ihrer Software und kann die Rechnung direkt papierlos und ohne Portokosten über die nahtlose Anbindung an Optica als Abrechnungsdienstleister an die Krankenkasse versenden. Das Zusammenstellen von Sammelrechnungen, Druckkosten und der Weg zur Post, allesamt unbezahlte Prozesse, entfallen und eine fortlaufende Liquidität ohne Mehraufwand ist gesichert. Dabei kann auch die Dokumentation direkt beim Hausbesuch über die webbasierte Lösung erfolgen, eine Nachbereitung entfällt ebenfalls. Auf etwaige Fehler in der Abrechnung weist die Software automatisiert hin, so dass weniger Absetzungen anfallen, die in Zusammenarbeit mit dem Abrechnungsdienstleister aber auch ohne aufwändiges Suchen geheilt werden können. 

Abrechnung mit Optica: In sicheren Händen

Bei Optica geben Sie Ihre Belege in sichere Hände und können sich voll und ganz auf Ihre Patientinnen konzentrieren. Wir kümmern uns um Ihre Abrechnung, schaffen finanzielle Freiräume und unterstützen damit Ihren wirtschaftlichen Erfolg. Als Abrechnungs- und Finanzdienstleister mit 50 Jahren Erfahrung übernehmen wir für Sie die komplette Kassen- und Privatabrechnung. Und das mit einem Leistungspaket, das genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

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Mehrwert auf der Datenautobahn des Gesundheitswesens

In der Telematikinfrastruktur, an die sich Hebammen bereits freiwillig anbinden können, warten die elektronische Patientenakte (ePA), das e-Rezept oder die elektronische Medikationsliste. Und auch der Mutterpass wird dort in Zukunft digital abgebildet sein. Einen besonderen Mehrwert verspricht die Datenautobahn des Gesundheitswesens mit einer besseren interdisziplinären Kommunikation über KIM und TIM. So können auf kurzem digitalen Weg wichtige Dokumente datenschutzkonform übermittelt werden. Hebamme Janette hat sie bereits getestet: „Bisher gibt es keinen Grund, Dokumente mit Kliniken oder Gynäkologen hin und her zu schicken. Ein Mehrwert entsteht aber dann, wenn ich wie angedacht über TIM als eine Art datenschutzkonformes Whatsapp direkt mit den Frauen kommunizieren kann.“ Einen weiteren Mehrwert sieht sie in integrierten Werkzeugen für die Videosprechstunde und digitale Kurse, die mit der neuen Hebammen-Gebührenverordnung abrechnungsfähig werden: „Hebamio integriert ein Videotool und ermöglicht auch die Aufzeichnung von Kursen. Digitale Einladungen und Teilnahmebestätigungen versendet die Lösung automatisch, was wiederum viel Zeit einspart.“ Auch Fortbildungen können direkt in der Software gebucht und Punkte On-Demand, wann immer es zeitlich passt, gesammelt werden. 

Rechnung per Mausklick: Ohne Wege, ohne Porto, mit weniger Aufwand 

Bei allen Vorteilen überwiegt bei vielen Hebammen immer noch die Macht der Gewohnheit. Hebamme Janette kennt zudem den Respekt vor den Tücken der Technik: „Ich kenne mich mit Technik nicht aus. Die Umstellung an eine Software war für mich eine Herausforderung. Aber Hebamio ist in weiteren Teilen selbsterklärend, es gibt ein Support-Team, das bei allen Fragen unterstützt und die mitgelieferten Werkzeuge haben mich überzeugt.“ So erinnert sie sich, dass sie am Ende eines Kurses früher zehn Rechnungen erstellen und per Post versenden musste, an jede Teilnehmerin eine. Mit Hebamio drückt sie nun einen Knopf und alle zehn Rechnungen werden automatisch erstellt und per Mail versendet: ohne Wege, ohne Porto und mit viel weniger Aufwand. Auch Behandlungsverträge lassen sich digital erstellen und schließen und ihr Papierlager der Aktenordner hat sich deutlich verkleinert. Dabei überzeugt sie auch, dass sie alle Werkzeuge in einer Lösung vorfindet. So kann nicht nur alles zentral gesteuert und gewartet werden, es genügt auch nur eine Lizenz.

Kein Papierkram: Alle Papiere stets digital dabei

Zeit ist Geld und Geld ist in den Kassen der Hebammen gewöhnlich knapp. Der Einsatz digitaler Werkzeuge verspricht, viel Zeit einzusparen, was sich letztlich wirtschaftlich bemerkbar macht. So empfiehlt Hebamme Janette ihren Kolleginnen, sich frühzeitig und ohne den Druck einer Digitalisierungspflicht mit Hebammensoftware vertraut zu machen. „Die Digitalisierung spart viel Zeit, der Papierkram fällt weg, ich muss nichts mehr abheften oder mich um die Einhaltung von Aufbewahrungsfristen kümmern.“ Sie hat jetzt immer alle Papiere digital auf ihrem Tablet dabei. So kann auch mal ein spontaner Besuch bei einer Patientin dazwischenkommen: Patientenakte, Dokumentations- und Quittierungsbögen sind einfach per Mausklick aufrufbar, die Rechnung ist schnell erstellt und die wirtschaftliche Praxisführung läuft.