Wochenrückblick KW 2: Versorgung weiterdenken, Qualität absichern

Zu Beginn des neuen Jahres standen Fragen einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung erneut im Mittelpunkt gesundheitspolitischer und fachlicher Debatten. Im Fokus lagen dabei die Weiterentwicklung der Gesundheitsberufe, evidenzbasierte Therapie, digitale Rahmenbedingungen sowie die Sicherheit einer zunehmend vernetzten Versorgungslandschaft.

Interprofessionelle Zusammenarbeit im Fokus der Gesundheitspolitik

Auf der Gesundheitsberufekonferenz der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Praxis über Perspektiven einer modernen Patientenversorgung. Die Veranstaltung unter dem Titel „Wie versorgen wir morgen?“ setzte inhaltliche Schwerpunkte auf interprofessionelle Zusammenarbeit, strukturelle Rahmenbedingungen und die Rolle der Gesundheitsberufe im Versorgungssystem.

Für den Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) brachte Manuela Pintarelli-Rauschenbach die Bedeutung einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen den Gesundheitsberufen ein. Thematisiert wurden insbesondere bestehende strukturelle Hemmnisse sowie digitale Defizite. Als zentraler Aspekt für eine effizientere Versorgung wurde die Notwendigkeit funktionierender digitaler Schnittstellen benannt, darunter die Umsetzung von Schreibrechten in der elektronischen Patientenakte für Heilmittelerbringer. Die Konferenz unterstrich den politischen Stellenwert der Gesundheitsberufe und lieferte Impulse für die weitere fachliche und gesundheitspolitische Diskussion.

Leitlinienarbeit als Grundlage evidenzbasierter Therapie

Physio Deutschland startete in dieser Woche die neue Informationsserie „LeitlinienIMPULS 2026“. Ziel der Reihe ist es, die Leitlinienarbeit sowie Inhalte relevanter Leitlinien stärker in den Fokus der physiotherapeutischen Praxis zu rücken. Leitlinien werden dabei als wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen verstanden, die den aktuellen Stand der Forschung bündeln und Orientierung im therapeutischen Alltag bieten.

Die Serie soll dazu beitragen, die evidenzbasierte Versorgung zu stärken und die praktische Anwendung von Leitlinien zu erleichtern. In Deutschland koordiniert die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) die Erstellung medizinischer Leitlinien, in denen auch zahlreiche physiotherapeutische Aspekte berücksichtigt sind. Die Initiative adressiert sowohl Therapeutinnen und Therapeuten als auch weitere Akteure im Gesundheitswesen und zielt auf eine breitere Bekanntheit und Nutzung evidenzbasierter Empfehlungen ab.

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Neue Schwindel-Leitlinie stärkt physiotherapeutische Versorgung

Mit der Veröffentlichung der neuen S2k-Leitlinie „Schwindel in der Hausarztpraxis“ durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) erhält auch die Physiotherapie eine stärkere Rolle in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Schwindel. Die Leitlinie bietet Empfehlungen zur strukturierten Diagnostik und hebt aktive Therapieansätze hervor.

Physiotherapeutische Maßnahmen sind insbesondere bei funktionellen, vestibulären und chronischen Schwindelformen von Bedeutung. Dazu zählen unter anderem vestibuläre Rehabilitation, Gleichgewichts- und Haltungstraining sowie spezifische Manöver bei lagerungsbedingtem Schwindel. Neben der Therapie rückt auch die Patientenedukation stärker in den Fokus. Die Leitlinie erweitert damit den bisherigen Ansatz und betont die interprofessionelle Zusammenarbeit sowie die Bedeutung evidenzbasierter Entscheidungen.

Den restlichen Wochenrückblick finden Sie bei Optica OWL:

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