Wochenrückblick KW 6: Branchentreffen, Versorgungssicherheit und gesundheitspolitische Weichenstellungen

Die zurückliegende Woche war geprägt von Entwicklungen an der Schnittstelle von Praxis, Versorgung und Gesundheitspolitik. Während sich die Therapieberufe auf der therapro als innovationsstarke Branche präsentierten, rückten zugleich Fragen der Versorgungsstrukturen, der fachlichen Mitwirkung und der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen in den Fokus.

therapro setzt starkes Zeichen für Austausch und Innovation

Mit einem neuen Rekord ging das Messeduo therapro und medizin in Stuttgart zu Ende. Über 15.500 Besucherinnen und Besucher sowie 364 Aussteller machten deutlich, welchen Stellenwert persönlicher Austausch, Fortbildung und Innovation für die Therapieberufe haben. Neben Produktneuheiten standen interdisziplinäre Themen, neue Veranstaltungsformate und praxisnahe Workshops im Mittelpunkt.

Besondere Impulse setzte die neu geschaffene FitLife Stage mit einem offenen, berufsübergreifenden Programm. Diskussionen zur Blankoverordnung, Vorträge zu Motivation und Regeneration sowie Mitmachformate unterstrichen den Anspruch der Messe, Plattform für fachlichen Dialog und Weiterentwicklung zu sein. Auch Themen wie Nachwuchsgewinnung, Praxisorganisation und digitale Angebote spielten eine zentrale Rolle.

Logopädische Versorgung in Bonn bleibt erhalten

Ein wichtiges Signal für die logopädische Versorgung kam aus Nordrhein-Westfalen. Die Bonner Stottertherapie für Jugendliche und Erwachsene soll weitergeführt werden, ebenso das Kinderneurologische Zentrum an der LVR-Klinik Bonn. Nach Prüfung im Anhörungsverfahren stellte das NRW-Gesundheitsministerium in Aussicht, die Angebote als besondere Versorgungsstrukturen fortzuführen.

Dem vorausgegangen war breiter öffentlicher Protest. Zehntausende Unterstützerinnen und Unterstützer hatten sich für den Erhalt der bundesweit einzigartigen Therapieangebote eingesetzt. Auch Berufsverbände wie der dbl machten auf die fachliche Bedeutung der Einrichtungen aufmerksam. Die Entscheidung wird nun als positives Beispiel dafür gewertet, dass fachliche Argumente und öffentliches Engagement Wirkung entfalten können.

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Physiotherapie als fester Bestandteil der Krebsnachsorge

Anlässlich des Weltkrebstags rückte Physio Deutschland die Bedeutung der Physiotherapie in der onkologischen Versorgung in den Mittelpunkt. Im Fokus steht eine neue S3-Leitlinie zur Bewegungstherapie bei Krebserkrankungen, die aktuell erarbeitet wird und auf einer breiten wissenschaftlichen Evidenz basiert.

Bewegungstherapie soll damit verbindlich in Behandlung, Rehabilitation und Nachsorge verankert werden. Studien zeigen positive Effekte unter anderem auf Fatigue, psychische Belastungen, körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Angesichts steigender Zahlen von Menschen mit einer Krebsdiagnose betont der Verband die Notwendigkeit einer flächendeckenden Versorgung mit entsprechend qualifizierten Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten.

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