Wochenrückblick KW 7: Reformdruck, Finanzierung und Digitalisierung

Die zurückliegende Woche war geprägt von Entwicklungen an der Schnittstelle von Praxis, Versorgung und Gesundheitspolitik. Während sich die Therapieberufe auf der therapro als innovationsstarke Branche präsentierten, rückten zugleich Fragen der Versorgungsstrukturen, der fachlichen Mitwirkung und der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen in den Fokus.

SHV auf der therapro: „Handeln statt reden!“

Mit einem geschlossenen Auftritt auf der Fachmesse therapro in Stuttgart hat der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) seine Reformforderungen bekräftigt. Unter dem Leitmotiv „Handeln statt reden!“ machte der Vorstand deutlich, dass therapeutische Expertise strukturell in eine moderne Primärversorgung eingebunden werden müsse.

Zu den zentralen Forderungen zählen der Direktzugang, eine stärkere interprofessionelle Zusammenarbeit, der Abbau von Bürokratie – etwa beim Zuzahlungseinzug – sowie eine Digitalisierung, die echte Entlastung bringt. Angesichts von Fachkräftemangel und angespannter Finanzlage sieht der SHV die Zeit für grundlegende Strukturreformen gekommen.

Warken kündigt milliardenschweres Sparpaket an

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat ein umfassendes Sparprogramm angekündigt, um ein erwartetes Defizit in zweistelliger Milliardenhöhe in der gesetzlichen Krankenversicherung auszugleichen. Ziel sei es, die Beiträge stabil zu halten.

Konkrete Maßnahmen sollen auf Basis einer Expertenkommission bis zum Sommer gesetzlich auf den Weg gebracht werden. Neben Effizienzreserven könnten auch Leistungseinschränkungen diskutiert werden – einen „Kahlschlag“ schloss die Ministerin jedoch aus. Zugleich forderte sie, dass der Bund versicherungsfremde Leistungen künftig stärker finanziert.

Immer auf dem neuesten Stand mit Optica OWL

Wenn Seine keine News aus der Heilmittelbranche verpassen wollen, sind Sie bei Optica OWL an der richtigen Adresse. Wir halten Sie täglich auf dem Laufenden!

Mehr erfahren

Gerlach fordert faire Bezahlung für Hebammen

Nach wie vor gibt es keine Einigung zwischen GKV-Spitzenverband und Hebammenverbänden über die Vergütung im Rahmen des neuen Hebammenhilfevertrags. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach drängt auf eine rasche Lösung.

Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, brachte sie als möglichen letzten Schritt eine Festlegung der Vergütung durch den Bund ins Gespräch – betonte jedoch zugleich die Bedeutung der Selbstverwaltung. Diskutiert werden unter anderem Verbesserungen bei der 1:1-Betreuung sowie neue Versorgungsmodelle wie Hebammenambulanzen an Kliniken.

Den restlichen Wochenrückblick finden Sie bei Optica OWL:

Jetzt lesen