An Hitzetagen nicht ins Schwitzen kommen

Auch wenn sich der Sommer in diesem Jahr streckenweise eher verregnet und kühl anfühlt: Hitzetage nehmen zu. Besonders für ältere Menschen und chronisch Kranke kann das gefährlich werden. Damit die Therapie auch an heißen Tagen zur Verbesserung des Befindens beiträgt, können Praxisinhaber:innen einige Vorkehrungen treffen.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) spricht ab einer Tageshöchsttemperatur von über 25 °C von einem Sommertag, bei über 30 °C von einem Hitzetag und bei über 35 °C von einem Wüstentag. Folgen mehrere Hitzetage aufeinander, nennen Expert:innen das offiziell eine Hitzewelle. Hitze ist mehr als nur unangenehm: Sie kann die Konzentration beeinträchtigen, Kreislaufprobleme verursachen und das Wohlbefinden von Mitarbeitenden und Patient:innen stark belasten. Heilmittel-Praxen stehen an heißen Tagen vor besonderen Herausforderungen: hohe körperliche Belastung, enge Terminpläne und oft wenig klimatisierte Räume. Doch mit guter Organisation, erfrischenden Maßnahmen und digitaler Unterstützung lassen sich Hitzetage gut bewältigen. 

Raumklima: Die Temperatur im Zaum halten

Laut Arbeitsstättenverordnung (§ 3a ArbStättV) sind Arbeitgeber:innen verpflichtet, Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit bei Hitze zu ergreifen. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) empfiehlt: „Die Raumtemperatur in Arbeitsräumen sollte 26 °C nicht überschreiten.“ Steigt die Temperatur über 30 °C, sind technische, organisatorische oder persönliche Maßnahmen verpflichtend. Ab 35 °C ist der Raum nicht mehr als Arbeitsraum geeignet. Damit die Therapieräume sich an heißen Tagen nicht zu stark aufheizen, sollte morgens gelüftet und die Fenster anschließend am besten mit Rollläden vor der Wärmeeinstrahlung geschützt werden. Ventilatoren oder mobile Klimageräte können zum Einsatz kommen. Eine geöffnete Tür fördert die Luftzirkulation. Pflanzen sorgen zusätzlich für ein angenehmeres Raumklima.

Gut gekühlt therapiert es sich besser

Hitze hat Auswirkungen auf den Körper: Gehirn, Lunge, Herz und Nieren sind dann besonders belastet. Das kann zu Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen führen bis hin zu plötzlicher Verwirrtheit, Erbrechen und Bewusstlosigkeit. Gut auf den Körper zu achten, ist deshalb besonders an Hitzetagen unerlässlich. So können Praxen kleine Erfrischungsoasen bereitstellen und Team und Patient:innen dort Wasser anbieten. Dabei wird gerade das Trinken im Alltag insbesondere von älteren Menschen oft vergessen. Praxisinhaber:innen sollten ihr Team besonders an heißen Tagen auf regelmäßige Trinkpausen hinweisen und auch Patient:innen dafür sensibilisieren. Inzwischen gibt es auch Apps, die ans Glas Wasser erinnern. In jedem Fall ist eine offene Kommunikation über die Belastung durch die Hitze sinnvoll: Viele Patient:innen sind dankbar, wenn Rücksicht genommen wird. Entlastung bieten hitzegestressten Körpern auch Erfrischungstücher, Kühlpads oder ein Sprühnebelventilator. Auch Fußbäder oder ein Eimer kaltes Wasser unter dem Schreibtisch helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren. 

Patientenansicht in Optica Viva

Mit Optica Viva einen kühlen Kopf bewahren
 

Mit dem Terminkalender in Optica Viva kommen Sie auch an heißen Tagen nicht ins Schwitzen: Durch die Terminfindung, das Absagemanagement oder auch Terminerinnerungen vereinfacht die Software Ihren Praxisalltag.

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Hitzebewusst behandeln: Software unterstützt an heißen Tagen

Wenn es zu heiß wird, kann es auch sinnvoll sein, Behandlungen zu verlegen oder zu entzerren: etwa in die frühen Morgen- oder Abendstunden. Das erfordert Flexibilität und eine gute Organisation. Mit einer digitale Praxissoftware, wie Optica Viva, können Termine einfach per Drag-and-Drop verschoben werden. Tages- und Wochenpläne im Team lassen sich so auch schnell und übersichtlich anpassen. Dabei behalten Praxisinhaber:innen die Verfügbarkeiten der Therapeut:innen stets im Blick. Die Software übernimmt auch automatisiert die Kommunikation mit den Patient:innen, so dass Terminverschiebungen reibungslos organisiert werden können. So behalten Therapeut:innen auch bei kurzfristigen Änderungen ohne Zettelwirtschaft oder Stress im Empfangsbereich den Überblick über ihren Kalender. Lässt sich der Termin nicht verschieben, ist es wichtig, auf ein angemessenes Maß zu achten: Manche Behandlungen können bei starker Hitze zu anstrengend sein, sowohl für Patient:innen als auch für Therapeut:innen. Hier lohnt sich die Überlegung, ob aktive Therapien an besonders heißen Tagen durch sanftere Maßnahmen oder passive Therapieangebote ersetzt werden können. Die BGW empfiehlt darüber hinaus, Arbeitszeiten anzupassen und etwa früher in den Tag zu starten, mehr Pausen einzuplanen und die Belastungszeiten zu verkürzen sowie auf leichte, atmungsaktive Kleidung zu achten. 


Checkliste: Besser therapieren an Hitzetagen

  • Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes beachten
  • Raumklima verbessern
  • Auf genügend Pausen achten
  • Passend kleiden
  • Termine vorausschauend und Behandlungen flexibel planen
  • Ausreichend trinken, leicht essen
  • Für Abkühlung sorgen

Die Gesundheit von Team und Patient:innen schützen

Hitzetage lassen sich nicht verhindern, aber wer frühzeitig vorbeugt, flexibel plant und die richtigen Tools nutzt, schützt Gesundheit und Wohlbefinden von Mitarbeitenden und Patient:innen gleichermaßen. Dabei ist das Team nur so leistungsfähig, wie es sich fühlt. Und Patient:innen sind dankbar, wenn sie sich auch bei 35 °C gut betreut wissen. Deswegen empfiehlt die BWG, Hitzeschutzkonzepte zu erstellen. Auch Schulungen und Infomaterial für Therapeut:innen sind vorbeugend sinnvoll. Dabei unterstützen digitale Softwarelösungen auch an Hitzetagen und ermöglichen eine flexible Terminplanung, reibungslose Kommunikation und einfache Dokumentation von Anpassungen. Praxisinhaber:innen behalten so nicht nur Termine und Räume im Blick, sondern können auch schneller reagieren, wenn Behandlungen hitzebedingt ausfallen oder spontan Vertretungen nötig sind.

Noch bis 31. August mitmachen: Umfrage von Physio Deutschland zu den Auswirkungen von Hitze auf den physiotherapeutischen Arbeitsalltag

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