Stärken des Teams erkennen und nutzen

Über welche Fähigkeiten verfügen die Menschen in Ihrem Team? Wenn Sie das wissen, können Sie diese zielgerichtet und motivierend einsetzen. Tun Sie es nicht, betreiben Sie im wahrsten Sinn des Wortes Ressourcenverschwendung.

Ressourcenarbeit ist eine Methode, um die Stärken und Fähigkeiten einer Person oder eines Teams herauszuarbeiten und sie jeder und jedem Einzelnen zu vergegenwärtigen. Damit sind Ressourcen, die das Individuum betreffen, genauso gemeint wie externe Ressourcen. Wer sich der eigenen Ressourcen bewusst ist und die Möglichkeit hat, diese zielgerichtet im Arbeitsalltag einzusetzen, erlebt eine Steigerung des Wohlbefindens. Sind die Stärken erst einmal bekannt, gilt es sie in den Arbeitsalltag zu integrieren und zu fördern. Wie sich die Ressourcen einsetzen lassen und welche Schwächen des Teams durch den Einsatz der Stärken einer anderen Person ausgeglichen oder gestärkt werden können, wollen wir genauer betrachten. 

Die Beschäftigung mit den eigenen Ressourcen und denen des Teams hat viele Vorteile: 

  • Die Sichtbarmachung der eigenen Ressourcen führt zu neuen Facetten der Eigenwahrnehmung. Wenn Sie nicht nur die eigenen Ressourcen erarbeiten, sondern auch Feedback durch Teammitglieder einholen, eröffnet sich eine gute Möglichkeit, „blinde Flecke“ aufzudecken – und das im positiven Sinne. Welche positiven Fähigkeiten sieht die Kollegin in mir, die mir bisher nicht bekannt waren? Warum ist mein Kollege so wertvoll für unser Team?
  • Ressourcenarbeit macht deutlich, dass alle Menschen Stärken und Schwächen haben. Schwächen klar zu kommunizieren, kann eine Entlastung bringen, weil einzelne Personen nicht mehr vermeiden müssen, dass diese Schwächen ungewollt zu Tage treten.
  • Klarheit über Stärken und Schwächen vereinfachen die Kommunikation. Es kommt oft genug vor, dass Teammitglieder besprochene Abläufe nicht einhalten, weil diese an einer Stelle eigene Schwächen berühren. Wenn jedoch eine Übereinkunft darüber herrscht, dass Schwächen sein dürfen und es innerhalb des Teams Ressourcen gibt, die diese ausgleichen, dann wird vermehrt nach Lösungen gesucht, wie die Abläufe trotzdem eingehalten werden können.
  • Ressourcenarbeit im Team verdeutlicht die Vielfalt innerhalb der Gruppe. Kenntnis darüber, welche Stärken meine Kolleg*innen haben und mit welchen Schwächen sie kämpfen, stärkt das Gruppengefühl. 

Ressourcenarbeit und das Johari-Fenster

„Das Zusammenleben und die Zusammenarbeit von mehreren Personen funktionieren umso besser, je mehr diese voneinander wissen. Dabei können sowohl positive Effekte für den Einzelnen als auch für die gesamte Gruppe beobachtet werden.“ 1955 beschrieben die beiden Sozialpsychologen Joseph Luft und Harry Ingham dieses Phänomen und entwickelten als Kommunikationsmodell das Johari-Fenster, dessen Name sich aus den Vornamen der beiden Psychologen ableitet. Dem Modell liegt die Theorie zugrunde, dass zwischenmenschliche Kommunikation einfacher und besser wird, wenn sich Selbstbild und Fremdbild annähern. 

Die vier Bereiche des Johari-Fensters

Der öffentliche Bereich beinhaltet die Informationen, die der Person und dem Umfeld bekannt sind. Das sind Informationen, die die Person bereits mitgeteilt hat oder die sehr offensichtlich sind, darunter das äußere Erscheinungsbild und gemeinsame Erfahrungen. 

Der blinde Fleck bezeichnet Informationen, die der Person selbst unbekannt sind, die das Umfeld aber kennt. Dazu gehören kleine Ticks, Verhaltensweisen, Gestik, und Mimik. 

Der geheime Bereich beschreibt Wissen, das die Person über sich selbst hat, das dem Umfeld aber unbekannt ist. Dazu gehören Schwächen, ungeliebte Verhaltensweisen, Gedanken und Annahmen über sich selbst. 

In den vierten, den unbekannten Bereich können solche Informationen einsortiert werden, die sowohl dem Einzelnen als auch dem Umfeld unbekannt sind. 

Möchte ein Team nun den gemeinsamen Handlungsspielraum transparenter und weiter gestalten, muss im Johari-Fenster der öffentliche Bereich größer werden.

Wie das gelingen kann und wie Sie mit einfachen Übungen im Team mit den Stärken und Schwächen so umgehen können, dass sich das Wohlbefinden jedes einzelnen Teammitglieds verbessert und sich gleichzeitig der Teamgeist positiv verändert, lesen Sie unter www.thieme-connect.de.
 

Blankoverordnung in Optica Viva

Einfach zusammenarbeiten mit Optica Viva

Ob Aufgabenverwaltung oder zentral abgelegte Patienteninformationen: Optica Viva unterstützt die einfache Zusammenarbeit von Praxisteams an vielen Stellen - auch standortübergreifend und vom Hausbesuch aus. Der Kalender synchronisiert in Echtzeit und zeigt, wer aus dem Team gerade welchen Termin hat und klärt über den Ressoucenkalender auch direkt, welche Materialien er oder sie dafür benötigt. Kleinere To-Dos können über die Aufgabenfunktion festgehalten und direkt an Kollegen zugewiesen werden, inklusive Erinnerung.  

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