Talk mit Piel | Zusammen geht mehr: Warum die Hilfsmittelbranche gehört werden muss
Kooperation macht den Unterschied
Die rehaVision zeigte eindrucksvoll, wie viel Energie und Innovationskraft in unserer Branche steckt – wie es Gastgeber Jens Sellhorn, Geschäftsführer von rehaVital, auf den Punkt brachte. Es ging nicht nur um das große Ganze, sondern auch konkret ums praktische Umsetzen: von Masterclasses, in denen Kleingruppen konkrete Branchenthemen behandelten, bis hin zur Vorstellung von innovativen Versorgungskonzepten und neuen Techniken wie dem 3D-Druck. Es war ein lebendiges Forum für Wissen, Austausch und echte Vernetzung.
Und noch etwas fiel positiv auf: der Fokus auf den Nachwuchs. Ein starkes Zeichen setzte der neue Azubi-Award „AHA!“, der engagierte junge Talente auszeichnete. Genau solche Maßnahmen braucht unsere Branche.
Mehr als Mobilität – eine Lebensgrundlage
Ein besonderer Moment war für mich die Keynote von Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, dem Ehrenpräsidenten der Bundesärztekammer. Er sagte: „Der medizinische Fortschritt eröffnet neue, faszinierende Möglichkeiten zur Behandlung bislang unheilbarer Erkrankungen. Gleichzeitig gerät unser Gesundheitssystem zunehmend an seine Belastungsgrenzen. Wir brauchen eine offene gesellschaftliche Debatte darüber, wie wir unsere Ressourcen im Gesundheitswesen klug, gerecht und verantwortungsvoll einsetzen.“ Die Hilfsmittelbranche, so betonte er, spielt dabei eine zentrale Rolle.
Die Hilfsmittelbranche hält Menschen nicht nur mobil – sie ermöglicht ihnen ein aktives, selbstbestimmtes Leben. Das betrifft nicht nur Erwachsene mit Rollstühlen oder Gehhilfen, sondern Kinder, chronisch Kranke oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen. All das ist kein Beiwerk, sondern Grundlage für Lebensqualität.
Mir hat die rehaVision gezeigt, wie viel möglich ist, wenn starke Partner, neue Ideen und leidenschaftliches Engagement zusammenkommen. Wir brauchen eine starke, sichtbare Hilfsmittelbranche, die sich aktiv in die gesundheitspolitische Diskussion einbringt. Denn nur wer sich einbringt, wird auch gehört.
Thomas Piel verfügt über drei Jahrzehnte Branchenerfahrung, vor allem im Hilfsmittelbereich. Als Leiter Gesundheitspolitik/Strategische Kooperationen bei Optica ist er bestens vernetzt mit Verbänden, Krankenkassen und politischen Entscheidern und immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit, um die Branche voranzubringen. In seiner Freizeit trifft man ihn laufend, radfahrend oder auf Spurensuche mit seinem Dackel Luca im Wald.
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